Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

EU-Kommissarin reist zu Krisengesprächen in die USA

Brüssel. Im Streit über die von US-Präsident Donald Trump erlassenen Schutzzölle auf Stahl und Aluminium wird es an diesem Dienstag und Mittwoch noch einmal Krisengespräche von Vertretern der EU und USA geben.

EU-Kommissarin reist zu Krisengesprächen in die USA

Dampf steigt über dem heißen Stahl auf. Auf dem weltweiten Stahlmarkt gibt es Überkapazitäten, die nach Branchenangaben etwa zur Hälfte aus China kommen. Foto: Justin Tang

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström werde nach Washington reisen und dort auch US-Handelsminister Wilbur Ross treffen, hieß es am Montag aus Kommissionskreisen. Malmström werde dabei erneut fordern, dass europäische Unternehmen von den Schutzzöllen ausgenommen werden müssten. Ansonsten werde die EU mit Gegenmaßnahmen reagieren.

Die EU hatte bereits am vergangenen Freitag offiziell die Liste von US-Produkten veröffentlicht, die im Fall eines anhaltenden Handelskonflikts mit neuen EU-Zöllen belegt werden könnten. Zu den aufgeführten Waren zählen beispielsweise Whiskey, Motorräder, Jeans und Tabakprodukte.

Die EU-Zölle sollen erlassen werden, falls die USA europäische Unternehmen nicht von bereits beschlossenen Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium ausnehmen. Die Abgaben werden nach den derzeitigen Beschlüssen aus Washington von diesem Freitag an fällig. Sie werden offiziell mit sicherheitspolitischen Interessen begründet. Die EU geht jedoch davon aus, dass es US-Präsident Donald Trump vor allem darum geht, die heimische Stahl- und Aluminiumindustrie zu schützen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist bereits von diesem Montag an in den USA, um Wege für eine Verständigung auszuloten. Verantwortlich für die eigentlichen Verhandlungen ist allerdings die EU. Sie hat seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 die alleinige Zuständigkeit in diesem Politikbereich.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Facebook befürchtet Gegenwind durch EU-Datenschutzverordnung

Menlo Park. Das Facebook-Geschäft legte zu Jahresbeginn weiter ungebremst zu. Der Datenskandal kam sowieso zu spät, um die Quartalszahlen noch zu beeinflussen. Aber die neue EU-Datenschutzverordnung sieht Facebook als Bremsklotz - mit noch unklaren Langzeitfolgen.mehr...

Wirtschaft

Twitter hält sich in schwarzen Zahlen

San Francisco. Über ein Jahrzehnt steckte Twitter in den roten Zahlen - jetzt ist die Wende da. Gründer und Chef Jack Dorsey kann nicht nur Gewinne präsentieren, sondern auch bei den Nutzerzahlen gibt es wieder spürbares Wachstum.mehr...

Wirtschaft

Jeff Bezos in Berlin: Raumfahrt-Visionen und Proteste

Berlin. Amazon-Chef Jeff Bezos wurde bei einer Preisverleihung in Berlin von dem Streit mit der Gewerkschaft Verdi eingeholt. Doch der reichste Mann der Welt präsentierte sich beim Axel Springer Award auch als Visionär.mehr...

Wirtschaft

CO2-Emissionen von Neuwagen steigen EU-weit leicht an

Kopenhagen. Der Dieselskandal lässt die Klimaschutz-Bemühungen der Autoindustrie stocken. Nach jahrelangem Rückgang sind die CO2-Emissionen bei Neuwagen in Europa im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen.mehr...