Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

EU-Parlamentschef mahnt Athen zum Einlenken

Berlin (dpa) EU-Parlamentspräsident Martin Schulz appelliert an Griechenland, die neuen Vorschläge von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds für einen Kompromiss in der Schuldenkrise zu billigen.

EU-Parlamentschef mahnt Athen zum Einlenken

Parlamentspräsident Schulz erinnert die Regierung in Athen daran, dass sie die «Verantwortung trägt für das ganze Land, und als Teil der EU auch für den Euro und Europa». Foto: Julien Warnand

Er könne Athen nur davor warnen, «die ausgestreckte Hand wieder auszuschlagen», sagte der SPD-Politiker der «Welt am Sonntag». Die EU sei bereit, Griechenland weit entgegenzukommen. Im Gegenzug müsse die Regierung endlich akzeptieren, «dass sie nicht nur ihren Syriza-Wählern Rechenschaft schuldig ist, sondern Verantwortung trägt für das ganze Land, und als Teil der EU auch für den Euro und Europa».

Fast noch mehr sorge ihn, dass fünf Monate mit der neuen Regierung ins Land gezogen seien und immer noch kein schlüssiger Plan vorliege, wie Griechenlands Wirtschaft samt Staatswesen reformiert werden könne. Eines der Hauptversprechen von Syriza sei auch nicht umgesetzt, nämlich die Reichen, die Steuerflüchtlinge, die Wirtschaftsprofiteure stärker an der Last zu beteiligen, rügte er.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande telefonierten vor Beginn des G7-Gipfels in Elmau mit Ministerpräsident Alexis Tsipras. Die Zeit für Athen wird knapp: Nach dem Zahlungsaufschub durch den IWF muss Griechenland bis zum 30. Juni etwa 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Am 30. Juni läuft das zweite Rettungspaket der internationalen Geldgeber aus.

EU-Kommissionchef Jean-Claude Juncker, Tsipras und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatten am Mittwoch Kompromisslinien für ein Reformpaket ausgelotet, das Voraussetzung ist für die Auszahlung blockierter Hilfsgelder von insgesamt 7,2 Milliarden Euro.

EU zu Finanzhilfen für Griechenland

Euro-Rettungsschirme

Vereinbarung zwischen EFSF und Griechenland

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Politik

Wagenknecht weist Linke-Chefs in die Schranken

Potsdam (dpa) Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch erscheinen nach zwei hitzigen Klausurtagen als Sieger des Machtkampfs bei der Linken. Doch ob das interne Gewitter nun wirklich vorbeizieht, ist offen.mehr...

Politik

"Politbarometer": SPD legt zu - CDU verliert

Berlin (dpa) Noch Tags zuvor bescheinigen ARD-Umfragen der SPD ein neues Tief. Beim ZDF-"Politbarometer" erholen sich die Sozialdemokraten hingegen etwas. Die CDU verliert kurz vor der Wahl an Zustimmung. Und auch für die AfD gibt es Neuigkeiten.mehr...

Politik

Schulz will SPD-Mitglieder über Koalition abstimmen lassen

Berlin (dpa) Schulz lobte, die SPD-Mitglieder machten mit großem Einsatz Wahlkampf. Jetzt sollen sie nach seinem Willen darüber abstimmen, ob und mit wem die SPD eine Regierungskoalition bildet.mehr...

Politik

Innenminister und Polizei kritisieren Junckers Schengen-Plan

Berlin (dpa) Den Schengen-Raum auf alle EU-Staaten ausweiten - der Vorschlag des EU-Kommissionspräsidenten sorgt für kollektives Kopfschütteln unter deutschen Innenexperten. Was spricht gegen die Idee?mehr...

Politik

Merkel: SPD soll sich von Bündnis mit Linken distanzieren

Binz (dpa) Für die CDU-Bundesvorsitzende ist die Wahl noch nicht gewonnen. In ihrer "politischen Heimat" auf der Insel Rügen warnt sie vor einem rot-rot-grünen Regierungsbündnis.mehr...