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EZB-Umfrage zeichnet düsteres Wirtschaftsbild

Frankfurt/Main (dpa) Von der EZB befragte Experten zeichnen wegen der Finanzmarktkrise ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten im Euro-Raum:

EZB-Umfrage zeichnet düsteres Wirtschaftsbild

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet während einer Pressekonferenz in Frankfurt (Archivbild).

Sie rechnen in diesem Jahr sowie 2009 und 2010 mit deutlich weniger Wachstum als noch im Sommer prognostiziert. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht November der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor.

Für das laufende Jahr wird nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,2 (Juli-Umfrage: 1,6) Prozent vorhergesagt. Die Erwartung für 2009 wurde um einen ganzen Punkt auf 0,3 Prozent gekappt, für 2010 wird nur noch ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 (bisher 1,8) Prozent erwartet. Die EZB befragt regelmäßig Fachleute aus Finanzinstituten und anderen Institutionen der Europäischen Union zu ihren Erwartungen für die fünfzehn Staaten mit der Euro- Gemeinschaftswährung.

Als wesentlichen Grund für die pessimistischere Sicht nennen die Experten laut EZB die Finanzmarktkrise und deren Folgen: «Die Befragten gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Exporte, der Investitionen und des privaten Verbrauchs aufgrund der Finanzmarktentwicklung abschwächen, die Stimmungslage der Verbraucher und das Geschäftsklima eintrüben, die Weltwirtschaft verlangsamen und die Arbeitsmarktbedingungen verschlechtern werden.»

Auftrieb für die schwächelnde Konjunktur erwarten die Fachleute von staatlichen Hilfspaketen wie in Deutschland, den drastischen Zinssenkungen der Notenbanken sowie den wieder gesunkenen Rohstoffpreisen etwa für Rohöl. Dass der Euro zum US-Dollar wieder abgewertet hat, könnte zudem Exporte aus dem Euro-Raum ankurbeln, weil diese außerhalb der Euro-Staaten wieder wettbewerbsfähiger sind.

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