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In Kopenhagen

Ebhardt auf dem Weltcup-Podium

KOPENHAGEN Ein ebenso arbeitsreiches wie erfolgreiches Wochenende liegt hinter Matthias Ebhardt. Der Kanute des KC Wiking Bochum startete beim Weltcup in Kopenhagen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über die Marathondistanz und kam jeweils auf das Podium.

Ebhardt auf dem Weltcup-Podium

Matthias Ebhardt war beim Marathon-Weltcup der Kanuten in Kopenhagen erfolgreich.

"Nach dem Einer-Rennen war ich ganz schön kaputt, aber nach zwölf Stunden Schlaf ging es wieder super und ich habe mich beim zweiten Rennen im Zweier-Canadier richtig gut gefühlt", berichtete der amtierende Weltmeister nach seiner Top-Leistung.

Am ersten Wettkampftag ging es zunächst im Einer-Canadier über die Marathondistanz von 25,8 Kilometern. Das Teilnehmerfeld bestand aus 14 Fahrern, darunter so bekannte Namen wie Nuno Barros (Weltmeister von 2011). Auf dem ersten Kilometer blieb die Gruppe komplett zusammen, dann zog Ebhardt einen Zwischenspurt an und seine Taktik, das Feld zu verkleinern, ging auf. Vor der ersten Wende waren es nur noch sechs Kanuten und bei der ersten Portage konnten sich der Deutsche und der Portugiese Barros weiter absetzten.

Wechselnde Führung

Die beiden Weltmeister wechselten sich im weiteren Rennverlauf in der Führungsarbeit ab und konnten so ihre Führung kontinuierlich ausbauen. In der sechsten und letzten Runde zog der Portugiese erneut einen Spurt an, dem Ebhardt kräftemäßig nicht mehr folgen konnte. Der 30-jährige Ausnahmekanute des KC Wiking konnte seinen Silberplatz aber problemlos verteidigen und kam mit deutlichem Vorsprung vor dem Tschechen Jakub Brezina ins Ziel.

"Gegen einen Weltklassefahrer wie Nuno Barros zu verlieren, ist für mich keine Schande. Jetzt bin ich für die Weltmeisterschaft im September in Rom nicht unbedingt in der Favoritenrolle", sagte der Langstreckenspezialist Ebhardt nach dem Rennen.

Keine 24 Stunden später ging Matthias Ebhardt wieder ins Rennen, jetzt im C2. Mit seinem Partner Jens Martens vom SC Neubrandenburg musste erneut die Strecke von 25,8 Kilometern bewältigt werden. Beim Start lagen Ebhardt und Martens direkt neben den favorisierten Spaniern, die danach zusammen mit einem polnischen und dem deutschen Boot die Führungsgruppe bildeten. Die Spanier hatten allerdings ein Problem mit ihrem Boot, das sie während der Portage reparieren mussten, und fielen weit zurück. Ebhardt und Martens konnten sich auch von den Polen im weiteren Rennverlauf absetzen und siegten mit einem Vorsprung von 1:26 Minuten. Das war ein toller Erfolg für dieses neuformierte Team.

In dieser Woche steht Regeneration auf dem Trainingsplan, denn schon am kommenden Wochenende startet Matthias Ebhardt gemeinsam mit dem großen Nachwuchsteam der Wikinger bei der NRW-Meisterschaft in Duisburg.

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