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Edward James - Erinnerungen eines Exzentrikers

München (dpa) Seine Freunde nannten ihn den «letzten Exzentriker auf englischem Boden». Tatsächlich war Edward James (1907-1984) einer der typischen Vertreter jener Spezies, wie sie wohl nur im Inselreich zu gedeihen scheint.

Nach einem kurzen, grotesk gescheiterten Ausflug in den diplomatischen Dienst widmete sich der unermesslich reiche James seiner großen Leidenschaft, der Kunstförderung. Er hatte engen Kontakt zu Surrealisten wie Dali und Magritte. Später verwirklichte James seine Träume in einer fantastischen Urwaldstadt in Mexiko.

Der Multimillionär schrieb zwar auch Gedichte, seine größte Begabung aber war das Geschichtenerzählen. Davon zeugt die jetzt veröffentlichte Autobiografie «Schwäne spiegeln Elefanten». Sie entstand aus Tonbandprotokollen. Geistreich, spritzig, aber auch hintergründig und nachdenklich lässt James darin die ersten 27 Jahre seines Lebens Revue passieren, bis zur skandalösen Scheidung von der Tänzerin Tilly Losch. Ein amüsanter Blick in die untergegangene Welt der europäischen Upperclass und Künstleravantgarde.

Edward James: Schwäne spiegeln Elefanten. Mein Leben als reiches Kind, meine vier Jahre mit Tilly Losch und das Ende meiner Jugend. Schirmer/Mosel, München, 404 Seiten, 22,80 Euro, ISBN 978-3-8296-0597-7

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