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Ehescheidungen: Vom Standesbeamten zum Richter

Hamburg (dpa) Vor deutschen Scheidungsrichtern landeten 2006 knapp 191 000 Paare. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damals fanden noch fast 201 700 Ehen ein juristisches Ende, errechnete das Statistische Bundesamt. Zahlen für 2007 liegen noch nicht vor.

Die Statistiker ermittelten, dass bundesweit auf 10 000 Einwohner 24,5 Scheidungen kamen. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, lag die Rate am höchsten im hohen Norden mit 26,6 in Schleswig-Holstein und 26,2 in Hamburg. Häufiger hielten die Ehen elbaufwärts in Sachsen, wo es mit 18,2 Scheidungen je 10 000 Einwohner den niedrigsten Länder-Wert gab. Bei fast jeder zweiten Scheidung in Deutschland waren auch minderjährige Kinder betroffen. 2006 mussten insgesamt mehr als 148 600 Jungen und Mädchen die Trennung von Vater oder Mutter verkraften.

In fast zwei von drei Fällen gaben jüngere Frauen älteren Männern den Laufpass. Nur bei rund 18 Prozent der Scheidungen waren die Frauen älter als ihre Männer. Trennten sich die Wege der Eheleute, waren Frauen im Durchschnitt 40,6 Jahre und Männer 43,3 Jahre alt. Seit 1990 ist demnach das durchschnittliche Scheidungsalter bei beiden Geschlechtern um etwa fünf Jahre gestiegen.

Die Scheidungen häufen sich im sechsten Ehejahr - und nicht etwa im sprichwörtlichen «verflixten 7. Jahr». Berücksichtigt man das vorgeschriebene Trennungsjahr, muss der Grund für das Eheende noch zwölf Monate früher eingetreten sein, und der Volksmund wird endgültig widerlegt. In den ersten Jahren der trauten Zweisamkeit sind Scheidungen relativ selten. Auch wer schon die Silberne Hochzeit feierte, hat nach Erkenntnis der Statistiker gute Chancen zusammenzubleiben, «bis dass der Tod sie scheidet».

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