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Ehrenamtliche renovieren Karl-Exius-Haus

HUCKARDE Das Karl-Exius-Haus ist für viele Menschen so etwas wie ein zweites Zuhause. Und ein Zuhause hält man in Schuss. Das sagten sich auch Mitglieder der Interessengemeinschaft Karl-Exius-Haus, spuckten erneut in die Hände und renovierten in Eigenleistung das ehemalige Gesellschaftszimmer, den Flur und die Küche.

von Von: Arndt Brede

, 10.10.2007
Ehrenamtliche renovieren Karl-Exius-Haus

Simone und Helmut Esch laden ein, das renovierte Karl-Exius-Haus zu betreten.

Das Ergebnis: Helle, freundliche Räume, deren Licht eine warme Atmosphäre schafft und die den aktuellen Ansprüchen genügen. Böden wurden begradigt, Decken renoviert, Wände gestrichen. Kurz: "Vorher hatte das Gesellschaftszimmer Friedhofsatmosphäre, heute ist es ein schmucker Tagungsraum", führt Simone Esch vom Vorstand der Interessengemeinschaft als Beispiel an. Ein bisschen stolz auf das Geleistete ist sie schon, vor allem auf diejenigen, die die Arbeit gestemmt haben: "Es waren fast ausschließlich ehrenamtliche Helfer."

Bis auf das Verlegen einer Gasleitung, das eine Fachfirma unternahm, lag alles in den Händen von einem guten Dutzend Enthusiasten unter Federführung von Helmut Esch. Das Team, das, wie berichtet, im vergangenen Jahr 2006 den großen Saal und die kleine Küche renoviert hatte, war also wieder fast in der selben Besetzung zu Gange.

Böse Überraschungen

Drei Wochen hatten sie eigentlich für die Arbeiten veranschlagt. "Aber dann gab es doch die eine oder andere böse Überraschung", erinnert sich Helmut Esch: "Eigentlich wollten wir von den Wänden Farbe abnehmen und Raufaser tapezieren und die Decke streichen. Doch teilweise ist uns großflächig der Putz entgegen gekommen." Und zwar so, dass nur mit Atemschutzmaske gearbeitet werden konnte. "Wir mussten die Decken komplett neu dämmen, wie bei einem Neubau", erzählt Esch.

Die Folge: Aus drei wurden sechs Wochen und die Maßnahme sei etwas teurer geworden. Doch in Schwierigkeiten brachten diese Unwägbarkeiten die Interessengemeinschaft nicht: "Unser Sparschwein Karl war durch Spenden gut gefüllt worden und wir hatten ja auch unsere Einnahmen aus Vermietungen und aus eigenen Veranstaltungen wie dem Tanztee", berichtet Simone Esch.

Wie groß die Solidarität der Huckarder für das Karl-Exius-Haus und seine Betreiber ist, mag eine Anekdote verdeutlichen, die Simone Esch erzählt: "Wir haben viele Kaffee- und Kuchenspenden zur Stärkung der Helfer bekommen. Und der eine oder andere ist vorbei gekommen und hat ein Scheinchen auf den Tisch gelegt, für einen Genever oder so."