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Ein Kinderdorf mitten in Dortmund

Ein Kinderdorf mitten in Dortmund

In dieses Haus an der Kronprinzenstraße sollen im nächsten Jahr Kinder einziehen, die nicht bei ihren Eltern leben können.Menne Foto: Dieter Menne Dortmund

Von Michael Nickel und Matthias Langrock

Überall auf der Welt gibt es Kinder, die nicht gut bei ihren Eltern wohnen können. Manchmal sind die Eltern tot, manchmal können sie sich nicht gut genug um ihr Kind kümmern. Für solche Kinder bieten SOS-Kinderdörfer eine Heimat.

Im Ruhrgebiet gab es bislang keine SOS-Kinderdörfer. Aber das soll sich in den kommenden Monaten ändern. Schon Ende des Jahres sollen an der Kronprinzenstraße im Kaiserstraßenviertel in der östlichen Dortmunder Innenstadt Kinder einziehen.

Sechs Kinder, die mindestens zwei Jahre alt sind, sollen bei einer „Kinderdorfmutter“ wohnen. Außerdem gibt es eine Gruppe von Kindern, die mindestens vier und höchstens zehn Jahre alt sind. Sie können erst einmal nicht bei ihren Eltern wohnen. Solange das Jugendamt nicht weiß, wo sie endgültig leben werden, kommen auch sie erst einmal im neuen Kinderdorf unter. Und dann gibt es in dem Haus noch eine Kindertagesstätte für bis zu 60 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren, die im Mai 2019 starten soll, also in etwas mehr als einem Jahr.

In einem weiteren Raum sollen Menschen jedes Alters einander begegnen und auch einmal einen Kaffee trinken können.

Die Chefin der neuen Einrichtung heißt Gabriele Polle. Sie glaubt nicht, dass es wegen des neuen Hauses Probleme geben wird, weil zum Beispiel die Kinder für Unruhe sorgen. Sie sagt, dass es in anderen großen deutschen Städten auch kein Problem mit ähnlichen Kinderdörfern gegeben habe und auch nie Ärger mit den Nachbarn.

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