Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Ein Paradies für Wanderer: Die Kanareninsel La Gomera

San Sebastián (dpa/gms) - Wie ein Felsblock erhebt sich La Gomera aus dem Atlantik und streckt sich fast 1500 Meter hoch in den Himmel. Vom Garajonay-Gipfel aus haben Wanderer einen eindrucksvollen Blick auf die Kanareninsel.

Mehr als 40 tiefe Schluchten graben sich von hier aus den Weg bis zur Küste. Jede ist mit üppiger Vegetation, mächtigen Felsformationen und winzigen Dörfern ein Erlebnis für sich. Die Inselhauptstadt ist San Sebastián. Das Hafenstädtchen war 1492 das Sprungbrett für Christoph Kolumbus, der mit seinen Karavellen «Santa Maria», «Pinta» und «Nina» nach Westen aufbrach, um den Seeweg nach Indien zu finden. Ein kleines Museum erinnert an den Seefahrer. Heute legen im Hafen von San Sebastián vor allem Fährschiffe an, die Touristen von der Nachbarinsel Teneriffa nach La Gomera bringen.

«Urlauber, die sich in ihren Ferien vor allem Sonne, Sand und Meer wünschen, sind bei uns auf der falschen Insel und sollten sich lieber für Teneriffa entscheiden», sagt Jorge, der im Zentrum von San Sebastián eine kleine Weinbar betreibt. La Gomera hat nur wenige Strände, die meist klein und steinig sind.

Besonders Bergwanderer zieht es dagegen immer wieder nach Gomera. Ein beliebter Ausgangspunkt ist das Valle Gran Rey, das «Tal des Großen Königs» im Südwesten. Es weitet sich von einer engen Schlucht in den Bergen zu einem großen grünen Trichter am Meer. An seinen Seiten kleben Jahrhunderte alte kunstvoll angelegte Terrassen, auf denen Bananen, Papayas und Zitrusfrüchte gedeihen.

Mehr als 160 tropische und subtropische Fruchtbäume - von Avocados über Guaven bis zur japanischen Wollmispel - gedeihen zum Beispiel in der «Finca Argaga». Dort hat die aus Israel stammende Rosita Schrader zusammen mit ihrem Mann vor mehr als 20 Jahren Terrassen angelegt. Zunächst war der Obst- und Gemüsegarten nur für den eigenen Bedarf gedacht, doch weil sich immer mehr Besucher für die exotischen Pflanzen und Früchte interessierten, gibt es jetzt an bestimmten Tagen sogar Führungen durch das Pflanzenparadies der Schraders.

Anspruchsvoll ist eine Tour zu den Bergdörfern im Süden Gomeras. «Gute Kondition, festes Schuhwerk und immer ausreichend Wasser sollten Touristen mitbringen», rät Jürgen Schubert. Seit mehr als zehn Jahren führt er vor allem deutsche Wanderer durch die schönsten Landschaften der Insel. «Wichtig ist auch wetterfeste Kleidung, denn das Wetter in den Bergen kann sich plötzlich ändern.» Über einen «Camino Real», auf dem Bauern und Händler seit jeher Waren transportierten, gelangen die Touristen zum ersten Tagesziel, dem Töpferdorf El Cercado.

Dort laden gleich mehrere Restaurants zur Stärkung ein. Vor allem landestypische Kost kommt hier auf den Tisch: Kaninchen in scharfer Sauce, ungeschält zu essende Kartoffeln, Fisch und Meeresfrüchte. Zum Dessert gibt es kalorienträchtige «Leche asada» mit Palmenhonig. Nach dem kulinarischen Genuss bleibt Zeit, den Töpfern über die Schulter zu schauen. «In El Cercado wird noch immer nach der Art der Urbevölkerung ohne Töpferscheibe gearbeitet», erklärt Schubert.

Dann geht es weiter nach Las Hayas, einem der palmenreichsten Täler Gomeras. Unterwegs verändert sich die Landschaft und oft auch das Wetter: Während im Valle Gran Rey noch die Sonne scheint, ziehen hier oben schwere Regenwolken durch den sagenumwobenen Märchenwald. Im Bergdorf Arure, dem Ziel der Wanderer, ist es zudem deutlich kühler als im sonnenverwöhnten «Tal des Großen Königs».

Eine Entdeckungsreise nach La Gomera lässt sich gut mit einer Bootstour abrunden. Angeboten werden Fahrten mit umgebauten Fischerbooten. Mit etwas Glück trifft man auf Delfine oder Pilotwale, die das Boot begleiten. An einsamen Buchten wird für einen Badestopp und zum Schnorcheln geankert. Gebucht werden können aber auch Ausflüge zu den «Los Organos», den nur vom Meer aus zu besichtigenden bizarren Felsformationen an der Nordküste Gomeras.

Informationen: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt, Telefon: 069/72 50 38, Broschüren-Telefon: 06123/991 34

Spanisches Fremdenverkehrsamt: www.tourspain.es

La Gomera: www.gomera-island.com

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Reisen

Spektakuläre Landschaften auf der Bundesgartenschau 2007

Gera/Ronneburg (dpa/gms) - «Spektakulär» ist für die diesjährige Bundesgartenschau nicht übertrieben. Um sich der Faszination Natur hinzugeben, sollten sich Besucher deshalb zwei Tage Zeit nehmen.mehr...

Leben : Reisen

Blumenschau im niederländischen Keukenhof eröffnet im März

Köln (dpa/tmn) Für Gartenliebhaber öffnet der Keukenhof in den Niederlanden am 20. März wieder die Tore zu seiner alljährlichen Blumenschau. Das teilt das Niederländische Büro für Tourismus in Köln mit.mehr...

Leben : Reisen

Blumenalleen und Irrgärten auf Jersey besichtigen

St. Helier (dpa/tmn) Auf der englischen Kanalinsel Jersey öffnen von April bis August wieder viele Privatgärten ihre Tore für Besucher. Jeweils sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr stehen sie zu einem Spaziergang ein, teilt das Tourismusbüro der Insel in St. Helier mit.mehr...

Leben : Reisen

Belgischer Blumenteppich erstmals in Prag

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Ein farbenprächtiges Spektakel bietet sich Pragbesuchern am ersten Septemberwochenende: Ein Teppich aus Hunderttausenden Begonienblüten wird von 3. bis 5. September den Altstädter Ring bedecken.mehr...

Leben : Reisen

Blumenschau im Keukenhof: Liebesgrüße aus Russland

Köln (dpa/tmn) Unter dem Motto «From Russia with Love» steht in diesem Frühjahr die Blumenschau im Keukenhof in den Niederlanden. Zu sehen gibt es unter anderem ein großes Blumenmosaik, das die Basilius-Kathedrale in Moskau zeigt.mehr...

Leben : Reisen

In Zuiderwoude und anderswo: Zum Tee in den Garten

Zuiderwoude (dpa/tmn) Nicht jeder denkt bei Urlaub in den Niederlanden gleich an Tee trinken. Aber Möglichkeiten dazu gibt es mehr als genug, oft mitten im Grünen. Die Teekultur unseres Nachbarlandes lässt sich fast immer mit dem Fahrrad entdecken.mehr...