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Ein Traum im Maßstab 1:16

APLERBECK Beim Anblick des großen blauen Trucks mit Anhänger bekommen Modellfans leuchtende Augen. Auf einem Stück Kunstrasen, inmitten einer grandiosen Modellkulisse, steht das gut 1,2 Meter lange Gefährt und lässt sich bestaunen. Zusammen mit weiteren Fahrzeugen aller Art im Maßstab 1:16 ist der Scania 142 H der Hingucker in der Westfalenhalle 5 beim Dortmunder Herbst.

von Von Jörg Bauerfeld

, 01.10.2007
Ein Traum im Maßstab 1:16

Hier stimmt jedes Detail: Kaffeetasse im Führerhaus und eine Blondine auf dem Beifahrersitz.

"An dem Modell habe ich über drei Jahre gebaut", sagt Robert Geske nicht ohne Stolz. Jede Menge Zeit, unendlich viel Geduld und das nötige Kleingeld hat der 56-Jährige in den Modellboliden gesteckt. Das Licht der Welt erblickte das chromblitzende Gefährt in einem Hobbyraum in Aplerbeck. "Die Idee hierzu ist mir auf einer Reise durch die USA gekommen. Dort haben mich die großen Trucks derart fasziniert, dass ich unbedingt einen als Modell nachbauen wollte", erklärt Geske, "ganz nach meinen Vorstellungen".

Und Ideen hatte der Mitbegründer des R.C.Truck-Car-Club-Dortmund e.V., der sich auf den originalgetreuen Nachbau von Fahrzeugen spezialisiert hat, genug. Denn mit dem Modellbau beschäftigt sich Geske schon seit seiner Kindheit. Angefangen mit Märklin-Bausätzen, ("damit habe ich meine Mutter schon verrückt gemacht"), über den Bau großer Eisenbahnanlagen (Maßstab H0) bis hin zu Schiffsmodellen mit einer Größe von zwei Metern - alles handgemacht und detailgetreu.

  Und dann kamen die Trucks, und mit dem Scania 142 H die Erfüllung eines Modellbauertraumes. Aufwändig veredelt mit Airbrushtechnik - ein Weißkopfseeadler ziert die Motorhaube und den Anhänger - wurde der 15 Kilo schwere LKW sogar schon auf den Deutschen Meisterschaften mit dem ersten Preis prämiert. Detailtreue, optisches Aussehen und Funktionalität waren ausschlaggebend für die Bewertung - und da ließ der Truck von Robert Geske die Mitstreiter alt aussehen.

Elektromotor

Bestückt mit einem starken Elektromotor, der das Gefährt auf gut 10 km/h beschleunigt, lässt sich der Scania fahren wie ein Großer - per Fernsteuerung. Das zeigt Robert Geske auch gerne interessierten Besuchern auf dem Dortmunder Herbst.

Und auf die Frage, ob diese Art von Modellbau etwas mit Kinderspielzeug zu tun hat, kann Geske nur müde lächeln. Dafür sei das Hobby einfach zu kostenintensiv. Denn der Bau eines Trucks im Maßstab 1:16 kostet schon einmal einen fünfstelligen Eurobetrag.

Hinweis: Der Truck-Car-Club stellt sich noch bis Sonntag (7.9.) auf dem Dortmunder Herbst in der Halle 5 (Stand 5030) vor.