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Ein Traum wird wahr

BOCHUM 39 Frauen und Männer haben es geschafft. Den Sprung von der (Dauer-)Arbeitslosigkeit hin zu einem Zeitvertrag bei der Stadt. Mit Perspektive auf eine Daueranstellung.

von Von Thomas Aschwer

, 25.10.2007
Ein Traum wird wahr

Die Beschäftigungsinitiative ist eine Erfolgsgeschichte, an der gern weiter mitschreiben (v.li.): Luidger Wolterhoff von der Agentur für Arbeit, OB Dr. Ottilie Scholz, Michael Hermund vom DGB sowie der frühere Personalratsvoristzende Edgar Fischer.

Möglich gemacht hat diese neue Lebensperspektive eine konzertierte Aktion von ARGE, Agentur für Arbeit, DGB und Stadtverwaltung. Vor fast genau einem Jahr riefen sie die „Beschäftigungsinitiative Bochum“ ins Leben, die jetzt mit Hilfe der Stadttöchter sowie der IHK und Kreishandwerkerschaft weiter ausgebaut werden soll. 182 Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt vor allem deshalb keine Chance hatten, weil sie zu alt oder zu lange ohne Job waren, haben in der „ersten Runde“ für sechs bzw. neun Monate Tätigkeiten übernommen, die sonst nicht erledigt worden wären. Vornehmlich Reinigungsarbeiten oder gärtnerische Tätigkeiten. Dafür erhielten sie einen Tariflohn - finanziert von der ARGE, ausgezahlt von der Stadt. Für viele eine ganz besondere Motivation, wie OB Dr. Ottilie Scholz festgestellt hat. 39 Teilnehmer, also fast 25 Prozent, haben im Anschluss einen Zeitvertrag bei der Stadt mit dem erklärten Ziel bekommen, möglichst übernommen zu werden (sobald es der Stellenplan zulässt). Gleichzeitig sind 100 weitere Arbeitsgelegenheiten geschaffen worden - u. a. bei der VHS oder im Planetarium.2008: Agentur erwartet 300 Förderfälle Bei einem Treffen im Rathaus haben die Spitzen der Stadttöchter diesen Ansatz nicht nur ernsthaft diskutiert. Sie haben auch ihre Bereitschaft erklärt, weiteren Menschen eine neue berufliche Chance zu geben. Und wenn sich zum 1. April nächsten Jahres die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern, sind auch die bei der IHK oder Kreishandwerkerschaft organisierten Unternehmen mit im Boot. Insgesamt geht die Agentur für Arbeit im nächsten Jahr deshalb von 300 Förderfällen aus. Sollte die Bereitschaft aller Beteiligten aber größer sein, soll nach dem Willen der Agentur für Arbeit das Programm in Bochum weiter ausgebaut werden. „Wir finanzieren Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit“, ist OB Scholz ebenso mit dem Erfolg des Programms zufrieden wie der Personalrat oder der DGB. „Denn Arbeit ist genug da“.