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Einblicke in die Kunst des Bauchtanzens

Evangelische Gemeinde

In der Mitte des Sitzkreises liegen kleine Glöckchen, bunte Tücher und große Ohrringe. Besonders das klimpernde Armband hat es den Kindergartenkindern angetan.

von Von Katharina Pfeifle

, 12.08.2010
Einblicke in die Kunst des Bauchtanzens

Die Tanzeinheiten mit den bunten Tüchern kommen am besten an.

Ehrfürchtig reichen sie es herum, jeder darf es einmal anziehen, das Handgelenk drehen und andächtig dem sanften Klirren lauschen. Im Kindergarten der Evangelischen Gemeinde Berghofen steht eine Stunde Bauchtanzen auf dem Programm – unter Anleitung von Julia Schlierenkämper.

Die 13-jährige Gymnasiastin ist seit einem Jahr begeisterte Bauchtänzerin und gibt in den Sommerferien ihr Wissen an die Kinder weiter. Zum Anfang zeigt sie ein paar klassische Accessoires. „Der Kontakt kam beim Gemeindefest zustande“, erzählt Kindergarten-Leiterin Susanne Amft. „Julia hat da zusammen mit ihrer Lehrerin bei einem Workshop getanzt. Der Andrang war so groß, dass wir das unbedingt noch einmal hier im Kindergarten machen wollten.“ Die kleine Einführung in den orientalischen Tanz passt gut zum Projekt des Kindergartens, den Kindern immer mal wieder verschiedene Hobbies und Berufe nahezubringen. „Unter anderem hat uns schon eine Ärztin ihren Arztkoffer vorgeführt, wir waren mit dem Förster im Wald und haben Honig beim Imker probiert“, fasst Susanne Amft zusammen. Heute – beim Bauchtanzen – geht es ein bisschen um Bewegung, ein bisschen um Koordination von Armen, Beinen und Kopf und vor allem ganz viel um Spaß. Zu arabischer Musik werden spielerisch einzelne Grundschritte und Bewegungen eingeübt und danach kleinere Choreographien getanzt, zum Biene-Maja-Lied etwa und zu „Die Brillenschlange Shalala“.

Viele der Spiele, mit denen sie die Kinder 60 Minuten lang konzentriert bei der Stange hält, hat sich Julia Schlierenkämper selbst ausgedacht. „Mir fallen auch schon mal zwischendurch neue Schritte ein“, erzählt sie. Auch im Altenheim ist die Schülerin schon aufgetreten. Zum Abschluss der Stunde kommen dann endlich die bunten Tücher zum Einsatz. Am begehrtesten sind – wie könnte es anders sein – die mit den Glöckchen, die beim Tanzen so schön mitklimpern.