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Eine Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit

Zukunftsprojekt Plan B

Im Johanniterstift spielen die Senioren bald ein Hörde-Memory. Auf 40 Holzkarten gibt's zum Beispiel den Phönix-Hochofen und seinen Doppelgänger. Hamza El Amiri und Dennis Schmidt haben das Spiel gebastelt, als Teil ihres Engagements bei Plan B.

HÖRDE

von Von Tilman Abegg

, 13.08.2010
Eine Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit

Dennis Schmidt und Hamza El Amiri neben ihrem Hörde-Memory, welches sie in der Maßnahme Plan B entworfen haben.

Die Hälfte der siebenmonatigen Maßnahme haben Hamza El Amiri und Dennis Schmidt schon rum. Sie arbeiten in der Multimedia-Gruppe von Plan B in Hörde. Jeden Tag von 9 bis 16 Uhr, an PC, Kamera und manchmal auch analog mit Papier und Holz. Vermittelt hat die Maßnahme das Arbeitsamt.

Computer kennt er, seit er sieben ist, sagt Hamza El Amiri, und kennt dessen Sprachen: C++, C+, HTML, Java. Nach seinem Realschulabschluss an der Hauptschule Westpark hat er Pakete ausgefahren, „jeden Morgen um 3 raus, um 5 am Depot und so gegen 22 Uhr zuhause“. Das Geld reichte trotzdem nicht, er kündigte. Die Arge schlug ihn für Plan B vor. Er sagte zu und hofft, dass die Maßnahme auch ihm die weitere Stellensuche erleichtere. Seit drei Monaten macht er das Beste draus und versucht, seine PC-Kenntnisse zu pflegen.

Dennis Schmidt schmiss die Schule nach der 9, reiste für Monate nach Kroatien, den Kopf frei kriegen, „mich selbst finden“. Jetzt überbrückt er mit Plan B die Zeit, bis er den Abschluss nachholen kann. Mit der Canon Ixus von Plan B suchten sie Hörder Wahrzeichen und fotografierten sie. Die Motive putzten sie am PC digital heraus und klebten die Ausdrucke auf die 10x10-cm-Hölzchen. Auch wenn sie damit nichts verdienen - die Plan B-Produkte dürfen nicht verkauft werden - die Senioren werden ihre Mühe zu schätzen wissen.

Dankbar ist Rainer Blinne vom VfL Hörde für die Kooperation mit Plan B. Das Clubhaus am Goystadion trägt seit einigen Monaten Beige und Weinrot, außerdem zieren das Vereinswappen und eine Spielerfigur die Rückwand. Die Materialkosten übernahm der Aktionsplan Soziale Stadt Dortmund, die Pinsel zogen Plan B-Teilnehmer über die Steine. Rund 1000 Euro, schätzt Blinne, hat der Verein dadurch gespart. Die Mitglieder mussten nur beim Aus- und Einräumen mit anpacken.

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