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Eine Million Kilogramm Festival-Material

Zeltfestival 2010

Bis in knapp einer Woche die ersten Konzerte auf dem dritten Zeltfestival Ruhr am Kemnader See steigen, gibt es noch viel zu tun. Noch lädt das Gelände wenig zum Verweilen ein. Zehn Stunden täglich schufften die Arbeiter dran, dass sich das bis zum Start ändert.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 13.08.2010
Eine Million Kilogramm Festival-Material

Im großen Zelt werden die Verkleidungen für die Zeltmasten passfertig geschliffen.

Tiefe Furchen zeichnen den Erdboden. Das schwere Gerät hat Spuren hinterlassen. Wasser sammelt sich in den Reifenprofilen von Gabelstaplern und 40-Tonnen-LKW. Überall Stolperkanten. Heringe, die aus dem Boden ragen. Vereinzelt sorgen Bodenplatten für festen Boden. Aus einem Zelt ist das schrille Kreischen eines Trennschleifers zu hören. Ein Bagger müht sich, die Lachen des nächtlichen Schauers mit Schotter zu überdecken.

Seit mehr als einer Woche ist die neunköpfige Crew der Produktionsleitung des Zeltfestivals täglich zehn Stunden vor Ort. Zunächst stand nur ein Büro-Container - samt VfL-Fahne auf dem Dach. Es folgten Zäune, die großen Zelte für Konzerte, die kleineren für die Gastronomen. Am Montag rücken die mit ihrer Technik an. Bis dahin müssen noch Stromkästen angeschlossen und Leitungen verlegt werden. Und auch im Bereich, der für Festival-Gäste nicht zu sehen ist, steht noch viel Arbeit an. Das Zelt für die Künstlerbetreuung ist bislang nur ein überdachtes Gerippe mit dreckigem Holzboden. Später stehen hier Kicker, Wii und rechts- oder links herum gerührtes Ei. Wie es die Stars wünschen. Bis dahin müssen noch reichlich Bauteile untergebracht werden. Hier eine Liste:

  • 75 Trailer (40t) und 15 LKW (7,5 t) liefern weit über 1.000.000 Kilogramm Material an
  • 40.000 Meter Kabel werden verlegt
  • 3000 Meter Wasserleitung werden verlegt
  • 800 Meter Lichterketten werden gespannt
  • 2000 Meter Zaun werden gebaut
  • Mehr als 500 Erdnägel werden eingeschlagen - so nennt man die Heringe für die richtig großen Zelte
  • 8300 Quadratmeter Bodenplatten werden verlegt
  • 70 Meter überdachte „Walkways“ gibt es, damit die Gäste geschützt über den Gastrobereich und zu den Zelten laufen können
  • 150 Helfer sind im Einsatz
  • 9 Planer arbeiten seit einem Jahr an der Umsetzung
  • 2 Trafos mit 800 KVA liefern den Strom
  • 60 Zelte werden aufgebaut
  • Zusammen mit den Walkways sind das fast 7000 Quadratmeter überdachte Fläche
  • Beim Aufbau werden weit über 2000 Liter Getränke vonnöten sein.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es drei große Veranstaltungszelte. Sie alle können bestuhlt werden. 

  • Zelt 1 fast unbestuhlt 3900 Besucher, mit Stühlen passen ca. 2200 Besucher hinein. Sechs 15 Meter hohe Masten tragen die Zeltdecke.
  • Zelt 2 ist unbestuhlt für 1900 Besucher ausgelegt. Mit Sitzplätzen reduziert sich die Zahl auf 1050 Besucher. Das Zelt ist ein Zweimaster. Die Masten sind ebenfalls 15 Meter hoch.
  • Zelt 3 wird lediglich von einem Mast gestützt. Die Höhe ist identisch. Unbestuhlt  fast das kleinste Zelt 1000 Besucher – bestuhlt circa 600 Besucher.