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Eine Unterführung, viele Fragen

Bezirksvertretung Aplerbeck

Wenn Mitarbeiter der Verwaltung konzentriert den Ausführungen der Mitglieder der Bezirksvertretung lauschen und eine Notiz nach der anderen auf einem Zettel vermerkt wird, dann scheint es noch Informationsbedarf zu geben.

SÖLDE

, 20.09.2017
Eine Unterführung, viele Fragen

Ab Juni 2018 wird die Unterführung erneuert.

Warum muss die Unterführung erneuert werden und wer ist dafür zuständig?

Die Unterführung ist so marode, dass sie nicht mehr sanierungsfähig ist. Für den „Tunnelbau“ ist die Deutsche Bahn verantwortlich, für die Straßenplanung die Stadt Dortmund.

Wie weit sind die Planungen?

Mitarbeiter des Tiefbauamtes und des Stadtplanungs- und Ordnungsamtes präsentieret eine modifizierte Vorplanung in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Aplerbeck. Baubeginn soll im Juni 2018 sein.

Inwiefern modifiziert?

Es ging um die Absicherung der Radfahrer und Fußgänger. Hier werden jetzt Poller zur Fahrbahn hin installiert.

Aber die BV-Mitglieder sind mit der jetzigen Planung unzufrieden, warum?

Wichtig sind den Politikern drei Dingen, die ihrer Meinung nach nicht von der Verwaltung aufgegriffen wurden.

Das sind?

Einmal der Schwerlastverkehr, der durch den neuen größeren Tunnel hindurchpassen würde. Zurzeit ist eine Durchfahrt für größere LKW aufgrund der Bauweise nicht möglich. Bei den geplanten über vier Metern lichte Höhe würde das aber dann funktionieren.

Was sagt die Verwaltung dazu?

Die Antwort war, sagen wir es so, ein wenig unglücklich. Da bisher ja keine LKW die Unterführung nutzen (können sie ja auch nicht) sei man der Meinung, dass es auch nach dem Umbau so sei.

Was gibt es noch für Befürchtungen seitens der Bezirksvertretung?

Hier geht es um Schlamm und Wasser. Das beides läuft zum einen bei starken Regen von einem benachbarten Feld in Richtung Fahrbahn und staut sich immer wieder unter der Unterführung. Da die Fahrbahn nach dem Umbau noch tiefer liegen wird, als jetzt, sind die Sorgen nach einem hohen Wasserstand auf der Fahrbahn groß. Auch ein naheliegender Kanal, der von der Deutschen Bahn in Ordnung gehalten wird, läuft öfters über. Zurzeit ist dieser aber in einem guten Zustand.

Und hat die Verwaltung diese Problematik in ihren Planungen aufgegriffen?

Zumindest wissen sie jetzt Bescheid. Man hatte den Eindruck, als ob den Mitgliedern der Ämter, die in der Sitzung waren, das Schlamm-Problem aus der Richtung des Feldes gar nicht bekannt war. Man werde jetzt aber an Lösungen arbeiten.

Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, die die BV-Mitglieder berücksichtig haben möchten. Welcher ist das?

Es geht um die Verkehrsplanung. Der Busverkehr aus der Schwerter Straße oder die Verkehre aus der Schlagbaumstraße, die dann auf die Sölder Straße abbiegen müssen. Auch ein Kreisverkehr südlich der Unterführung ist für die Aplerbecker noch nicht vom Tisch. Der soll dann als Bremse für den Verkehr aus Richtung Süden dienen, da die Ampelanlagen mit der neuen Unterführung verschwinden werden.

Was sagt die Verwaltung?

Sie zeigt sich gesprächsbereit, was zum Beispiel die Installation einer Fußgängerampel angeht. Bei den Kreisverkehren herrscht noch Skepsis. Hier scheint die Platzfrage noch nicht abschließend geklärt. Es soll aber geprüft werden.

 

Laut Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel ist die modifizierte Planung der Verwaltung nicht auf die Wünsche der Politik eingegangen.
Es soll, so Schädel, noch eine Info-Veranstaltung zum Thema Unterführung geben.