Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen unverändert

Wiesbaden. Frauen verdienen noch immer ein Fünftel weniger als Männer. Daran hat sich auch im letzten Jahr nichts geändert. Die Gründe dafür führen Statistiker auf strukturelle Faktoren zurück.

Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen unverändert

Frauen verdienen in Deutschland immer noch gut ein Fünftel weniger als Männer. Foto: Daniel Naupold

Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt nach wie vor gut ein Fünftel weniger als Männer. Während Männer im vergangenen Jahr auf einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 21 Euro kamen, waren es bei Frauen mit 16,59 Euro 21 Prozent weniger.

Damit war die Einkommenslücke nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes genauso groß wie ein Jahr zuvor. Die Statistiker wiesen einmal mehr darauf hin, dass sich drei Viertel des Verdienstunterschiedes auf strukturelle Gründe zurückführen lässt: So werden in Berufen, die vornehmlich von Frauen ergriffen werden, oft geringere Gehälter gezahlt. Zudem arbeiten Frauen häufiger als Männer in Teilzeit und seltener in Führungspositionen.

Hierbei könnten auch Erwerbspausen etwa zur Kindererziehung eine Rolle spielen, was aber in der vorliegenden Statistik nicht berücksichtigt wird. Allerdings bekommen Arbeitnehmerinnen nach den jüngsten verfügbaren Zahlen für das Jahr 2014 auch bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde sechs Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Diese Zahl wird nur alle vier Jahre genauer erhoben.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte eine bessere Bezahlung in frauendominierten Berufen. Die neue Bundesregierung müsse schnellstens Schritte für mehr Gleichstellung umsetzen, wie sie im Koalitionsvertrag geplant seien, sagte DGB-Vize Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dazu zählten das geplante Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit und die angekündigten Verbesserungen von Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Beruf und Bildung

Leichter Anstieg bei Berufsausbildung

Berlin. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind laut Bundesregierung so gut wie seit 20 Jahren nicht. Doch Probleme bleiben: Eklatanter Fachkräftemangel auf der einen Seite, Millionen Menschen ohne Abschluss auf der anderen.mehr...

Beruf und Bildung

Arbeitgeber darf nicht immer fristlos kündigen

Düsseldorf. Was abseits der Arbeit passiert, geht den Chef nichts an? Ganz so einfach ist es nicht: Wer nach Feierabend gegen das Gesetz verstößt, kann deswegen theoretisch auch den Job verlieren. Fristlos kündigen kann der Arbeitgeber aber nur unter strengen Voraussetzungen.mehr...

Beruf und Bildung

Immer mehr Flüchtlinge als Azubis

Stuttgart. Aus humanitären Gründen, vor allem aber um den Fachkräftemangel zu verringern, bilden immer mehr Mittelständler Flüchtlinge aus. Die Erfahrungen sind oft gut; aber ein Hemmnis bleibt.mehr...

Beruf und Bildung

Klare Absagen helfen gegen selbst gemachten Stress

Achern. Die To-Do-Liste füllt sich schneller, als sich Aufgaben abarbeiten lassen? Weil man einfach nicht Nein sagen kann, um die Kollegen nicht zu verärgern? Experten sagen: Diese Angst ist unbegründet - im Gegenteil.mehr...