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Einzelhandel öffnet übernächste Woche etappenweise

Bahnhof Hörde

Langsam wird die Eröffnung des neuen Hörder Bahnhofs konkret. Kommendes Frühjahr soll alles fertig sein, die ersten Geschäfte werden übernächste Woche ihre Pforten öffnen.

HÖRDE

von Von Karim Laouari

, 29.06.2012
Einzelhandel öffnet übernächste Woche etappenweise

Voll im Plan: (v.l.) Ludger Wilde (Planungsamt), Hördes Bezirksbürgermeister Manfred Renno, Martin Steinfort (Pink-Invest) und Diego Rodriguez (Architekt).

„Leider ist keine gemeinsame Eröffnung möglich“, bedauert Martin Steinfort von Pink-Invest. Diese wird stattdessen in mehreren Etappen ablaufen. Den Anfang machen die Geschäfte im Erdgeschoss, zwischen dem 12. und 14. Juli. Danach folgt Rewe zwischen dem 19. und 23. Juli.  Die Baumaßnahmen an der Hörder Bahnhofstraße wandern im Laufe nächster Woche von der Süd- zur Nordseite. Drei Monate lang soll dann an der Busspur und dem Gehweg gearbeitet werden, kündigt Ludger Wilde vom Planungsamt an. „Zwischen September und Oktober ist dann der neue Kreisverkehr dran“, sagt Wilde weiter.

 Der neue Bahnhof bietet insgesamt 4500 Quadratmeter Mietfläche und 1000 Quadratmeter öffentliche Fläche. Der Vermietungsstand liege derzeit bei 90 Prozent, sagt Martin Steinfort. 140 neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden, beziehungsweise durch die neue Rewe-Filiale erhalten geblieben. Dort wurden Filialschließungen, wie die in Benninghofen, abgefangen.

 Verzögerungen gibt es derzeit noch bei der Deutschen Bahn. Aufzüge und Ticketautomaten fehlen noch am neuen Bahnhof, erklärt Steinfort. Insgesamt spricht man von einem „schwierigen Bauvorhaben“, das jetzt kurz vor der Fertigstellung steht. Schwierig auch, weil gerade die architektonische Umsetzung in letzter Zeit für Diskussionen gesorgt hat. Besonders die endgültige Fassadenoptik wurde kritisiert.  

 Dem begegnet Ludger Wilde mit Unverständnis: „Der Gestaltungsbeirat begleitet das Projekt seit drei Jahren, immer wurde das Gebäude gelobt – auch nach der Änderung der Fassade im letzten Jahr.“Man habe anfangs die Umsetzung der Fassade offen gelassen, damit seien alle einverstanden gewesen. Das Änderungsverfahren für das Bauvorhaben sei der Bezirksvertretung vorgelegt und schließlich auch genehmigt worden, gibt Wilde zu bedenken. Alle Änderungen seien lange genug bekannt gewesen. 

Über die Diskussion schüttelt auch Hans Pingel vom Aktivkreis Altstadt-Hörde den Kopf. „Durch den neuen Bahnhof ist eine Aufbruchstimmung im Einzelhandel spürbar“, freut sich Pingel. Martin Steinfort hofft auf mehr Geduld: „Diese Veränderungen brauchen Zeit und können erst beurteilt werden, wenn alles fertig ist und ein finales Bild steht.“