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Eltern entlasten und ermutigen

WEITMAR Symbolträchtiger konnte die Situation bei der offiziellen Grundsteinlegung für das erste Bochumer Kinderhaus nicht sein.

von Von Thomas Aschwer

, 23.10.2007
Eltern entlasten und ermutigen

<p>Offizielle Grundsteinlegung für das Kinderhaus Bochum: Der Oberbürgermeisterin attestieren (v.li.) Architekt Eckhard Scholz, Eckhard Sundermann, Geschäftsführer der Diakoniewerk Wohnen gGmbH und Werner Neveling, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr. </p>

Eine farbenfrohe Natur, dazu kräftigen Sonnenstrahlen, die die Kälte einfach vergessen ließen. Genau so positiv soll das Leben der künftigen Bewohner sein, die in den Herbstferien 2008 hier einziehen werden. Kinder und Jugendliche und Jugendliche mit einem hohen Pflegeaufwand bzw. mit großen Verhaltensauffälligkeiten.

Dabei legen die Verantwortlichen der Diakonie Ruhr großen Wert auf die enge Verzahnung mit den Familien. "Aber auch Eltern brauchen mal eine Pause", erläuterte Geschäftsführer Werner Neveling das Konzept des Hauses. Den Bewohner bleibt immer die Möglichkeit, zur Familie zurück zu kehren. Um dort zu bleiben oder später dann doch wieder ins "Kinderhaus" einzuziehen.

Eine Situation, wie sie bislang in Bochum nicht möglich war. Es gab schlicht keine entsprechende Einrichtung. Deshalb sind derzeit 42 Bochumer außerhalb der Stadt untergebracht. Nach rd. zehnjähriger Vorlaufzeit richtet sich jetzt aber der Blick nach vorn. "Das Haus schließt eine Lücke", befand auch OB Dr. Ottilie Scholz und richteten den Blick vor allem den Erhalt von Beziehungsgeflechten. Der beginnt damit, dass alle Bewohner auch nach dem Einzug in ihren bisherigen Schulen bleiben. Dazu sind die Kontakte zwischen Eltern und Kindern einfach leichter, wenn die Fahrwege recht kurz sind.

Ermöglicht wird die Umsetzung des lobenswerten Konzeptes mit drei Wohngruppen zu acht Kindern dank der Zuschüsse in Höhe von 2,25 Mio. Euro. Dazu kommen Eigenmittel in Höhe von 385 000 Euro. "Das Haus will Eltern entlasten und ermutigen", betonte Pfarrer Peter Scheffler. "Es will helfen, dass Eltern und Kinder wieder zueinander finden." Er machte deutlich, dass auch Eltern manchmal nicht mehr weiter wissen. Mit diesem Haus kommt aber vielleicht wieder ein mehr Farbe und auch ein wenig mehr Wärme in ihren Alltag. Ganz wie es das Wetter bei der Grundsteinlegung geschafft hat.