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Eltern sammelten Unterschriften für Ganztagsplätze

Protest

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Das dachten sich auch über 60 Eltern von Kindern, die in Schüren eine Kita besuchen und setzten ihre Unterschrift auf eine Liste, die am Mittwoch an die Schulleitung der Gerhart-Hauptmann-Grundschule überreicht wurde.

SCHÜREN

von Von Jörg Bauerfeld

, 20.01.2011
Eltern sammelten Unterschriften für Ganztagsplätze

Die Vorsitzenden des Stadtelternrats, Anke Bohlander (links) und Claudia Schare (2.v. links) überreicht die Unterschriftenlisten an Katja Burghardt (rechts).

Der Grund für die außergewöhnliche Aktion ist die schulinterne Diskussion, ob die Grundschule in Zukunft den Offenen Ganztag anbietet oder nicht.

In der nächsten Woche soll die Schulkonferenz darüber eine Entscheidung fällen und die Kita-Eltern setzen ganz klar auf ein „Ja“ für den Offenen Ganztag. Denn der Bedarf sei eindeutig geben, das hob Claudia Schare (SPD), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, bei der Übergabe der Unterschriftenliste an Schulleiterin Katja Burghardt noch einmal hervor. So stehen 1900 Schulkindern in Aplerbeck gerade einmal 440 Plätze im Offenen Ganztag zur Verfügung. „Viel zu wenig“, so Schare. Auch in Anbetracht der Sicherung der Schulstandorte im Stadtbezirk sei ein Offenes-Ganztags-Angebot schon wünschenswert.

Wie sieht man aber an der Gerhardt-Hauptmann-Grundschule die Situation? Hier gibt es zurzeit ein flexibles Betreuungssystem von 7 bis 15.30 Uhr, finanziert über den Förderverein der Schule. „Viele Eltern haben gerade wegen dieses Angebotes unsere Schule ausgewählt“, so Katja Burghardt. Um den Willen der jetzigen Elternschaft auszuloten, gab es Fragelisten. „Die müssen aber noch ausgewertet werden“, so die Schulleiterin. Der Wille vieler Eltern, deren Kinder zurzeit noch den Kindergarten besuchen ist klar. Hier werden die Kinder 45 Stunden in der Woche betreut. Oftmals sind beide Elternteile berufstätig und auch in den Ferien ist eine Betreuung gegeben. „Das wünschen die Eltern auch in der Grundschule“, so Schare.

Und da liegt in Schüren der Hase im Pfeffer. Für das nächste Schuljahr stehen in Schüren lediglich neun Plätze für den Offenen Ganztag bereit – an der Friedrich-Ebert-Grundschule. Jetzt liegt es an der Schulkonferenz der Gerhardt-Hauptmann-Grundschule, für ein größeres Angebot zu sorgen. „Eine Idee ist es, neben dem Offenen Ganztag auch weiterhin eine flexible Betreuung an der Schule anzubieten“, so Katja Burghardt. Falls die Schulkonferenz am Dienstag zustimmt, könnten 50 Ganztagsplätze an der Schule entstehen – in den Räumen der jetzigen Betreuung. Die würde in die Klassenzimmer umziehen. Gibt es eine Entscheidung pro Ganztag, „wäre es für uns auf jeden Fall ein räumlicher Kraftakt“, so Burghardt. So oder so: Bis Ende des Monats muss sich die Schule entscheiden – sonst sind die Fördergelder flöten und es heißt „Ade, offener Ganztag.“

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