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EnBW kehrt mit Milliardenüberschuss in Gewinnzone zurück

Stuttgart. Wind und Sonne statt Kohle: Der Karlsruher Energieversorger EnBW wandelt sich und erreicht nach Schwächejahren wieder einen Milliardenüberschuss.

EnBW kehrt mit Milliardenüberschuss in Gewinnzone zurück

Frank Mastiaux führt EnBW seit Oktober 2012. Foto: Christoph Schmidt

Der Energiekonzern EnBW schreibt nach einer Steuerrückerstattung und Beteiligungsverkäufen sowie wegen besser laufender Geschäfte wieder schwarze Zahlen.

2017 habe das Unternehmen unter dem Strich einen Gewinn von fast 2,1 Milliarden Euro erzielt, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Stuttgart. Im Jahr zuvor hatte EnBW mit Hauptsitz in Karlsruhe auch wegen der hohen Kosten für die Entsorgung der atomaren Altlasten noch einen Verlust von fast 1,8 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Der Umsatz stieg 2017 um 13,5 Prozent auf 21,97 Milliarden Euro. EnBW hatte im vergangenen Jahr eine Rückerstattung in Höhe von 1,44 Milliarden Euro plus Zinsen aus der als verfassungswidrig eingestuften Kernbrennstoffsteuer erhalten.

Den größten Ergebnisbeitrag leistete der Geschäftsbereich Netze mit einem Plus von 4,2 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Die erneuerbaren Energien legten um 12,3 Prozent auf fast 332 Millionen Euro zu. Bei Erzeugung und Handel betrug das Plus 11,8 Prozent auf 377 Millionen Euro.

2017 konnte EnBW die Schulden von 10 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro senken. Die Aktionäre des Unternehmens, das sich fast ausschließlich im Besitz der öffentlichen Hand befindet, sollen eine Dividende von 50 Cent je Aktie erhalten, insgesamt 135,4 Millionen Euro.

Vorstandschef Frank Mastiaux sprach von einem Wendepunkt und Meilenstein beim Umbau des Unternehmens, das sich zunehmend von der konventionellen Energieerzeugung abwendet und auf erneuerbare Energien setzt. Er kündigte weitere Investitionen in Windenergie auf hoher See (Offshore-Windparks) an. Mastiaux erwartet für die kommenden Jahre eine weitere Verbesserung des Ergebnisses.

In der Zukunft werde sich EnBW zunehmend auf das Thema Infrastruktur konzentrieren, nicht nur im Energiebereich, sagte der Vorstandschef. Der Bedarf werde stark zunehmen. „Genau da sehen wir unsere Kernkompetenz, in der Planung, im Bau und im zuverlässigen Betrieb komplexer Infrastrukturen.“ Beispiele seien die Digitalisierung der Strom-und Gasnetze, Elektromobilität oder die Energieerzeugung in Haushalten.

EnBW gehört mit mehr als 21 000 Mitarbeitern zu den größten deutschen Energiekonzernen. Der Dienstleister beliefert rund 5,5 Millionen Kunden unter anderem mit Strom, Gas und Wasser.

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