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Ende des Moratoriums

HORDEL Als "Moratorium" hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sie bezeichnet, die Pause, die das Industriemuseum Zeche Hannover in den letzten beiden Jahren machte.

von Angela Wiese

, 12.08.2008

Pause ist dabei nicht zu verstehen als Nichtstun. Lediglich Veränderungen habe es laut LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch wenige gegeben. Doch damit sei jetzt Schluss. Gestern berichteten die Mitarbeiter des LWL gleich von mehreren Neuerungen. So ist der Arbeitergarten am Rübenkamp fertiggestellt.

Arbeiter-Gärten

Hinter drei Arbeiterhäusern gelegen, ist der im alten Stil gebaute Nutzgarten für Besucher zu sehen. Darunter die Beete mit Heilpflanzen und Gemüse, die zeigen, wie Arbeiter schon vor 100 Jahren Nahrung anbauten. Ein Stück weiter liegt der Freizeitbereich mit dem charakteristischen geschwungenen Kieselweg, den Gartenzwergen und Obstbäumen, wie er erst ab den 50er Jahren üblich war. Einen Kirschbaum pflanzte der Direktor gemeinsam mit der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschhoff-Thale und dem Team der Zeche Hannover gestern zur Eröffnung noch eigenhändig ein. Natürlich durfte auch die Hollywoodschaukel nicht fehlen: "Die kam in den 60er Jahren in Mode, als es den Bergleuten besser ging", erklärte Kirsch. "Wir wollen zeigen, wie sich mit der Zeit auch die Gartenbauweise verändert hat." Eine größere Veränderung plant der LWL derzeit noch für Bochum. Die Zeche Hannover soll durch eine Art Forum für Migration ergänzt werden.

Aktuell laufen dafür noch Gespräche mit der Landesregierung. "Geplant sind Dauer- und Wechselausstellungen, die deutlich machen, wie wichtig Migranten für den Kohleabbau waren", erklärt Kirsch.

Neubau geplant

Allerdings soll es nicht nur ein Museum, sondern ein Ort sein, "der leben soll, wo man sich auseinander setzen soll, ein Ort der Begegnung", so Rüschhoff-Thale. Sollte ein positiver Entschluss gefasst werden, ist ein Neubau symmetrisch zum Malakowturm geplant. "Modern, aber trotzdem so, dass er zum Turm passt". Eine weitere Veränderung gibt es bei den Öffnungszeiten. "Jährlich haben wir etwa 28 000 Besucher", sagt Kirsch, "das wollen wir ausweiten". Ab sofort ist die Zeche mittwochs bis samstags sowie sonn- und feiertags geöffnet.