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Endlich verschnaufen! Kleine Pause für Silbergewinner

Berlin/Mannheim. Vor dem Viertelfinale in der Deutschen Eishockey Liga können die meisten Silbergewinner von Pyeongchang sich endlich ein wenig entspannen. Kraft für den Neustart sammeln, lautet nach den Olympia-Erlebnissen und der plötzlichen Liga-Rückkehr das Motto.

Endlich verschnaufen! Kleine Pause für Silbergewinner

In der DEL gibt es eine kleine Pause bis zum Auftakt des Viertelfinales. Foto: Sven Hoppe

Endlich verschnaufen. Eine Woche nach der Rückkehr vom Eishockey-Wahnsinn in Pyeongchang haben die meisten Überraschungsfinalisten endlich die Chance, sich kurz auszuruhen.

Sie bekommen ein wenig Zeit, den historischen Olympia-Coup sacken zu lassen und sich das Pflichtprogramm in der Deutschen Eishockey Liga bis zum Auftakt des Viertelfinales am 14. März entspannt anzuschauen. „Ich muss sagen, dass ich jetzt schon sehr froh über ein paar freie Tage bin“, sagte Kölns Verteidiger Moritz Müller stellvertretend für seine Kollegen.

Aus dem Sensationsteam von Bundestrainer Marco Sturm muss allein Björn Krupp ab Mittwoch mit den Grizzlys Wolfsburg in maximal drei Spielen in der ersten Playoff-Runde ran. Für die anderen Silbermedaillengewinner geht es nun erst mit den Playoff-Serien der besten Acht in der kommenden Woche weiter.

„Wir werden noch einmal versuchen, mental abzuschalten vom Eishockey“, kündigte Berlins Stürmer Marcel Noebels an. „Für uns zählt, neue Kraft zu sammeln und im Kopf einen Neustart zu machen, um dann für die Playoffs wieder voll da zu sein.“

In Null-Komma-Nichts waren die meisten Nationalspieler nach den emotionalen Erlebnissen in Südkorea in den Liga-Alltag zurückgekehrt. Montagabend: Ankunft in Deutschland. Mittwoch, Freitag und Sonntag: die letzten drei Hauptrunden-Spieltage der DEL. Dazu kam ungewohnte Aufmerksamkeit und Medienrummel. „Es ist schön, dass alle etwas von uns haben wollen zur Zeit. Langsam wird es aber schon ein bisschen anstrengend“, sagte Adler-Torhüter Dennis Endras.

Für Mannheim und Köln entwickelte sich der Abschluss der Vorrunde besonders nervenaufreibend, erst mit späten Toren im letzten Spiel sicherten sie sich den direkten Einzug ins Viertelfinale - auch dank des Selbstbewusstseins und des Schwungs der Olympia-Teilnehmer. Die Mannheimer um Auswahlkapitän Marcel Goc messen sich nun mit Ingolstadt und Nationaltorhüter Timo Pielmeier. Die Kölner um Verteidiger-Star Christian Ehrhoff treffen auf Nürnberg. München und Berlin warten noch auf ihre Gegner aus der ersten Playoff-Runde.

„Jetzt heisst es Kraft tanken für die #geilstezeit der Saison“, schrieb Ehrhoff auf Instagram. Adler-Kapitän Marcus Kink meinte: „Wir können jetzt ein bisschen runterfahren, müssen dann aber schnell wieder neue Spannung aufbauen.“

Nur der souveräne Hauptrundensieger EHC Red Bull München hatte es sich erlauben können, seinen Nationalspielern freie Tage nach der Rückkehr bis Sonntag zu spendieren. Eisbären-Trainer Uwe Krupp hatte es seinen Silbergewinnern freigestellt. Frank Hördler, Noebels und Jonas Müller entschieden sich aus freien Stücken zu spielen.

Erst am Freitag treten die Berliner jetzt ebenso wie die Nürnberger Nationalspieler nun wieder zum Training an, um zwei Tage wurde ihre Pause verlängert. Die Mannheimer Olympia-Teilnehmer um Auswahlkapitän Marcel Goc dürfen am Mittwoch auch relaxen statt sich im freiwilligen Training auf die Serie gegen Ingolstadt vorzubereiten.

Wer dann als Nationalspieler im Rennen um die deutsche Meisterschaft früh ausscheidet, verabschiedet sich keineswegs in den Urlaub. In weniger als neun Wochen beginnt die WM in Dänemark, in die Vorbereitung startet Bundestrainer Sturm bereits Anfang April.

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