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Entlassungen beim Autozulieferer HB Pelzer

RÜDINGHAUSEN Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Keine zwei Tage nach Schließung des Wittronic-Werkes stehen beim Autozulieferer HP Pelzer Kündigungen an.

von Von Lisa Timm

, 15.12.2007
Entlassungen beim Autozulieferer HB Pelzer

Betriebsratsvorsitzender Peter Krawczyk.

Für 13 Arbeitnehmer wurde mit Frist zum 31.12. die Kündigung ausgesprochen.

Das Makabere: Fünf der Betroffenen sind am Samstag zur im Saalbau stattfindenden Pelzer-Weihnachtsfeier eingeladen, um für zehnjährige Betriebszugehörigkeit geehrt zu werden.

Betriebsratsvorsitzender Peter Krawczyk ist entsetzt, weil der Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Martin Kunzmann, gegenüber Medien immer wieder betont habe, es werde keine Kündigungen geben.

Kunzmann habe sich auch nicht an die Vereinbarung gehalten, im Vorfeld von anstehenden Kündigungen das Gespräch mit dem Betriebsrat zu suchen. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, ist Krawczyk enttäuscht.

Weitere Entlassungen

Aber die 13 sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, wie Krawczyk erfuhr. Im Januar sollen elf weitere Kollegen entlassen werden.

Weiterhin soll die VW-Produktion nach Tschechien verlegt werden, was wiederum zwölf Arbeitskräfte aus der Produktion überflüssig mache.

Krawczyk ist höchst alarmiert, zumal mit den Kündigungen ein Geschäftsführer-Beschluss übermittelt wurde, demzufolge für Witten keine neuen Aufträge geplant seien.

„Das heißt für mich, dass wir den Bach runtergehen“, so Krawczyk. „Wenn keine neuen Aufträge eingehen, haben wir sukzessive keine Arbeit mehr.“

Schon im letzten Jahr verlor HP Pelzer Arbeit durch die Opel-Entscheidung, in Polen produzieren zu lassen. „Wir machen uns echte Sorgen, wie lange das Produktionswerk noch existiert. Wir haben Fragen über Fragen und bekommen von der Geschäftsführung keine Antworten“, sagt Krawczyk.