Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Laut Bundesfinanzministerium

Entlastung bei «kalter Progression» würde gering ausfallen

Berlin Eine Entlastung der Steuerzahler durch einen Abbau der sogenannten kalten Progression würde in den kommenden Jahren relativ gering ausfallen. Das geht aus einer am Donnerstag bekanntgewordenen Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor.

Entlastung bei «kalter Progression» würde gering ausfallen

In Steuersenkungs-Laune? ayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will die kalte Progression bei der Einkommensteuer abmildern. Foto: David Ebener

Danach machen die «heimlichen Steuererhöhungen» durch das Zusammenspiel von Lohnerhöhungen, steigenden Steuersätzen und Preissteigerungen im Jahr 2015 für einen Steuerzahler durchschnittlich 60,20 Euro aus. Für 2016 beziffert das Finanzministerium den Effekt der kalten Progression durchschnittlich auf 72,34 Euro im Jahr.Die «kalte Progression» ist kein Problem «Die Steuermehrbelastungen aufgrund des Effekts der kalten Progression werden für das Jahr 2015 auf rund 2,4 Milliarden Euro und für das Jahr 2016 auf rund 2,9 Milliarden Euro geschätzt», heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben, über das zuvor das «Handelsblatt» berichtet hat. Die geschätzten Steuermehrbelastungen durch die «kalte Progression» für die Jahre 2013 und 2014 beliefen sich insgesamt auf rund eine Milliarde Euro. Grund dafür sei die Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages.

Aktuell ist die «kalte Progression» kein Problem. Denn wegen der schon länger andauernden sehr niedrigen Preissteigerung kommt es nicht zu dem kritisierten Effekt. Die «kalte Progression» entsteht, wenn Einkommens- und Lohnerhöhungen nur die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt. Durch den Tarifverlauf bei der Einkommensteuer zahlt er dann überproportional mehr Steuern an den Fiskus.von dpa

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Trumps Steuerunterlagen aus dem Jahr 2005 veröffentlicht

Washington (dpa) 150 Millionen Dollar verdient, 38 Millionen Steuern bezahlt. Wegweisende Erkenntnisse bringt Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 2005 nicht. Die Nachricht ist, dass es sie gibt. Die Frage ist, woher sie stammt - und warum sie jetzt auftaucht.mehr...

Politik

SPD macht bei Managergehältern Druck

Berlin (dpa) Riesige Gehalts- und Pensionspakete bei Konzernen wie VW ärgern viele Bürger. Die SPD will den Spielraum der Unternehmen künftig per Gesetz einengen - die Genossen ringen zum Auftakt des Wahlkampfes aber um Glaubwürdigkeit, weil sie selbst bei VW vieles abnickten.mehr...

Politik

Schäuble will EU-Ausländern Kindergeld kürzen

Berlin (dpa) In Deutschland lebende EU-Ausländer, deren Nachwuchs im Heimatland geblieben ist, sollen weit weniger Kindergeld erhalten als bisher. Den Vorschlag von Finanzminister Schäuble müsste jedoch die EU-Kommission mittragen.mehr...

Interview

Trump: Amerika zuerst - Nato ist obsolet

Washington Das war deutlich: In einem exklusiven Interview mit der Bild-Zeitung und der Londoner Times macht Trump keinen Hehl daraus, wie sehr Amerika für ihn an erster Stelle kommen wird. EU und Nato müssen sich ebenso warm anziehen wie deutsche Autobauer und Einwanderer. Hier sind die wichtigsten Punkte aus dem Interview.mehr...

Politik

Merkel stützt Schäuble: Schuldenabbau vernünftig

Berlin (dpa) Das sieht nicht nach schneller Einigung aus. Die SPD beharrt im Streit über den Überschuss im Haushalt auf Zusatz-Investitionen, Schäuble will Altlasten abbauen. Und die CSU rasch Steuern senken.mehr...

Politik

Das ändert sich 2017

Berlin (dpa) Geringfügige Steuerentlastungen, ein neues Einstufungssystem für Pflegebedürftige, ein höherer Mindestlohn: 2017 kommen wieder viele Änderungen auf Bürger und Firmen zu. Eine Auswahl:mehr...