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Elite-Förderung für Universitäten

Enttäuschung im Ruhrgebiet, Jubel in Köln und Aachen

BONN/BOCHUM Zwei Elite-Universitäten, zehn Exzellenzcluster und fünf Graduiertenschulen lautet die Bilanz für NRW bei der zweiten Exzellenzinitiative. Das bedeutet fast eine halbe Milliarde Euro mehr Geld für Forschung und Nachwuchsförderung an Rhein und Ruhr. An der Ruhr-Universität in Bochum mischt sich Enttäuschung mit Freude.

Enttäuschung im Ruhrgebiet, Jubel in Köln und Aachen

Studenten im Hörsaal

Freude in Köln und Aachen - ein wenig Enttäuschung im Ruhrgebiet. Die Universität Köln darf sich bis 2017 mit dem Titel Elite-Universität schmücken. Die RWTH Aachen behält den Elite-Status. Dagegen konnte sich die Ruhr-Universität Bochum mit ihrem Zukunftskonzept nicht durchsetzen. Das teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag in Bonn mit. Damit stellt Nordrhein-Westfalen zwei der insgesamt elf Elite-Hochschulen.Stärkere Vernetzung der Disziplinen

Bei dem bundesweiten Wettbewerb konnten sich die Universitäten Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster mit zehn Exzellenzclustern und fünf Graduiertenschulen erfolgreich behaupten. Im Vergleich zur ersten Exzellenzinitiative wurden damit ein Zukunftskonzept und drei Excellenzcluster mehr eingeworben.Den NRW-Universitäten stehen damit bis 2017 rund eine halbe Milliarde Euro zusätzlich für Forschung und Nachwuchsförderung zur Verfügung - mehr als doppelt so viel wie in der ersten Runde. Insgesamt werden 2,7 Milliarden Euro Forschungsgelder ausgeschüttet. Davon trägt 75 Prozent der Bund, 25 Prozent zahlen die Länder.Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kommentierte das Abschneiden der NRW-Hochschulen mit den Worten: „Mehr Spitzenforschung, mehr internationale Sichtbarkeit und eine stärkere Vernetzung der Disziplinen für Fortschritt made in NRW.“ Für Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) zeigt das Ergebnis, dass Nordrhein-Westfalen „nicht nur eine große, sondern auch eine leistungsstarke Hochschul- und Forschungslandschaft“ besitzt.

 Bei der Exzellenzinitiative gibt es drei Fördersäulen. Es geht erstens um Promotionsprogramme (Graduiertenschulen), zweitens um fachübergreifende Forschungsverbunde verschiedener Wissenschaftsdisziplinen (Exzellenzcluster) und drittens um Zukunftskonzepte der Universität selbst. Nur wer in den ersten beiden Fördersäulen den Zuschlag für seine Projekte bekommt, hat die Chance, sein Zukunftskonzept durchzubekommen.  Die Universität Köln konnte sich mit allen fünf Anträgen durchsetzen. Neben dem Zukunftskonzept werden zwei Excellenzcluster und zwei Graduiertenschulen in den nächsten fünf Jahren gefördert. Die Fördersumme wird nach Angaben der Universität etwa 110 Millionen betragen.

 Mit Erleichterung reagiert er Rektor der RWTH Aachen, Ernst Schmachtenberg auf die Nachricht aus Bonn. „Uns fallen die Schweißperlen von der Stirn. Wir sind richtig froh, dass wir es geschafft haben“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Der Elite-Status sei eine wichtige Grundlage, um die RWTH bis zum Jahr 2020 zu einer der weltweit besten integrierten interdisziplinären Universitäten zu machen. Die RWTH Aachen war mit acht Projekten im Rennen, davon kamen vier Fortsetzungsanträge durch.  Auch wenn sich Bochum nicht mit dem Elite-Etikett schmücken kann, löste das Ergebnis auch dort Freude aus. Der Neuantrag für ein Exzellenzcluster sowie die Weiterführung einer Graduiertenschule wurden bewilligt. „Auch ohne das Zukunftskonzept bedeutet dieses Votum einen Schub für die Ruhr Universität und die Region und es ist ein leidenschaftlicher Ausweis für die Qualität unserer Forschung“, erklärte Rektor Prof. Elmar Weiler.  Neben Aachen behielten die beiden Münchener Universitäten, die FU Berlin, Konstanz und Heidelberg ihren Elite-Status. Außer Köln gehören nun auch die Humboldt-Universität Berlin, Bremen, Dresden, und Tübingen zum Kreis der forschungsstärksten deutschen Universitäten.  

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