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Mann kam aus Ghana

Entwarnung: Kein Ebola-Fall in Oberhausen

OBERHAUSEN Erleichterung in der Stadt Oberhausen. Ein kranker Mann, der vor Kurzem noch in Ghana war, ist nicht mit dem gefährlichen Ebola-Virus infiziert. Die Stadt bestätigte dies am Donnerstag auf Anfrage. Wahrscheinlich hat der Mann eine Lungenentzündung.

Entwarnung: Kein Ebola-Fall in Oberhausen

Schutzanzüge sollen die Helfer vor einer möglichen Ansteckung mit dem Virus schützen.

Der Mann soll nun im Krankenhaus in Oberhausen versorgt werden, teilte ein Sprecher der Stadt Oberhausen mit. Zuvor hatten Spezialkräfte aus Essen den Patienten untersucht und eine Infektion mit Ebola ausgeschlossen.  Am frühen Nachmittag war die Aufregung in einem Mehrfamilienhaus in Oberhausen groß. Polizei und Feuerwehr riegelten das Gebäude ab. Der Grund: Ebola-Alarm. Ein Mann, der vor Kurzem noch in Ghana war, könnte sich mit dem gefährlichen Virus infiziert haben. Er sei vor knapp drei Wochen aus Ghana zurückgekehrt und nun erkrankt, erklärte ein Sprecher der Stadt Oberhausen. Sein Vermieter habe daraufhin Polizei und Feuerwehr alarmiert. Diese hatten das Haus nun zunächst abgeriegelt.  Da es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Ghana keinen bestätigten Ebola-Fall gab, sprach die Stadt umgehend von einem Verdacht auf einen Verdachtsfall. Dennoch konnte eine Infektion zunächst nicht ausgeschlossen werden. Neun weitere Personen, die mit dem Mann Kontakt hatten, wurden daher vorsorglich isoliert. Darunter waren auch die Besatzung des Rettungswagens sowie zwei zum Einsatzort gerufene Polizisten.

Ebola-Verdachtsfall in Oberhausen

Die Feuerwehren aus Essen und Oberhausen sind mit der Polizei, Ärzten und Spezialkräften iim Einsatz.
Schutzanzüge sollen die Helfer vor einer möglichen Ansteckung mit dem Virus schützen.
Die Polizei hat die Wohnung des Patienten weiträumig abgeriegelt.
Die Einsatzkräfte tragen die Spezialanzüge, um einer möglichen Ansteckung vorzubeugen.
Die Polizei hat die Wohnung des Patienten weiträumig abgeriegelt.
Im Einsatz sind die Feuerwehren aus Essen und Oberhausen.
Die Spezialkräfte mit Schutzanzügen in der Wohnung des Patienten.
In diesem Haus wohnte der Afrikaner, der sich möglicherweise mit Ebola angesteckt hat.
Die Einsatzkräfte tragen die Spezialanzüge, um einer möglichen Ansteckung vorzubeugen.

Die im Ruhrgebiet zuständige Bio-Task-Force der Feuerwehr Essen wurde einbestellt, um den Mann zu untersuchen. Die Spezialkräfte in Schutzanzügen kamen zum einem eindeutigen Schluss: kein Ebola. Entwarnung. Hätte sich der Anfangsverdacht bestätigt, wäre der Mann in einem isolierten Wagen nach Düsseldorf in die Universitätsklinik transportiert worden, um dort auf das Virus getestet zu werden.  Die "Bild"-Zeitung hatte über Twitter zunächst Fotos von dem Einsatz in Oberhausen verbreitet. 

#Ebola-Verdachtsfall Oberhausen, Spezialkräfte in Schutzanzügen jetzt in der Wohnung des Patienten pic.twitter.com/3vT8565wEO

— Frank Schneider (@chefreporterNRW)

 

#Ebola-Verdachtsfall Oberhausen, Spezialeinheit der Feuerwehr wartet vorm Haus auf Patienten! pic.twitter.com/c1YT0QymDG

— Frank Schneider (@chefreporterNRW)

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes - Fieber aus. Je nach Ausbruch sterben daran nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation  (WHO) 25 bis 90 Prozent der Patienten. Trotz intensiver Forschung ist derzeit weder eine Impfung noch ein Heilmittel auf dem Markt. 

Seinen Ursprung hat das Ebola-Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt etwa zu erkrankten Affen oder zu Flughunden infizieren. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.  Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

Isolation und Spezial-Rettungswagen

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