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Erdbeerernte leidet unter dem schlechten Wetter

Hof Mertin

Am Donnerstag ist der kalendarische Sommeranfang, doch am Himmel ist davon wenig zu sehen. Das bereitet den Erdbeerhöfen in der Region große Probleme. Wir haben beim Hof Mertin in Grevel nach den Folgen des Regenwetters gefragt.

GREVEL

von Von Kevin Kindel

, 21.06.2012
Erdbeerernte leidet unter dem schlechten Wetter

Die Erdbeeren auf den Feldern müssen gepflückt werden bevor sie verfaulen. Die Pflücker des Hofs Mertin sind mit Regenjacken und Gummistiefeln gegen den Regen geschützt - die Kunden bleiben bei diesem Wetter lieber zu Hause.

Viel zu viel Regen und viel zu geringe Temperaturen sind nicht gut für die Erdbeerernte, erklärt Ute Steffen vom Hof Mertin an der Bönninghauser Straße: „2012 ist definitiv kein typisches und kein gutes Erdbeerjahr“, sagt sie. „Seitdem wir die Felder zum Selbstpflücken geöffnet haben, hatten wir nur an einem oder zwei Tagen mehr als zwanzig Grad und Sonnenschein.“

 Für die Früchte sei das zwar kein großes Problem, allerdings würde mehr Sonne auch mehr Süße in die Erdbeeren bringen. Das eigentliche Problem liegt aber bei den Kunden: „Die Erdbeere ist doch die typische Sommerfrucht. Bei dem schlechten Wetter jetzt gerade hat auch niemand Lust auf Erdbeeren – da kocht man sich lieber eine Suppe.“ Da geht es auch Steffen selbst nicht anders.  Und während normalerweise die Familien sonntags mit dem Fahrrad an den Hof kommen, bleiben sie bei Regen lieber auf dem Sofa.

 Alte Früchte müssen trotzdem auch bei schlechtem Wetter aus dem Feld genommen werden. Es muss „rein gepflückt“ werden, damit keine Krankheiten durch verrottende Beeren entstehen.Also schickt der Hof Mertin seine Mitarbeiter in diesen Tagen in Regenjacken und Gummistiefeln auf die Felder, um im nassen Stroh fürs biologische Gleichgewicht zu sorgen.

 Ganz schlimm wird es für die Erdbeerhöfe bei Hagel oder Sturm: „Als am Montag die Unwetterwarnung für unsere Region bekannt wurde, haben wir vorbereitet was möglich war. Aber wirklich retten kann man dann nicht viel“, so Steffen. Große Teile der Ernte würden einfach vernichtet werden.  Am Montag ist es noch einmal gut gegangen – das Unwetter zog weitestgehend an Dortmund vorbei. Doch der Hof Mertin braucht dringend besseres Wetter: „Wir werden bis Ende August oder Anfang September die Felder offen haben. Jetzt hoffen wir spätestens im Juli auf Sonne.“ Schließlich ist am Donnerstag Sommeranfang und in rund zwei Wochen beginnen die Ferien: Da soll der Ausflug an den Erdbeerhof nicht ins Wasser fallen.

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