Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Erdwärme besser nutzen

BOCHUM "Energie für alle Fälle" ist das Motto der bedeutendsten europäischen Fachkonferenz rund um die Erdwärme, die noch bis heute im RuhrCongress stattfindet.

von Von Volker Stemmann

, 30.10.2007

Mit einer Serie von Workshops und dem Geothermietag NRW startete der "Deutsche Geothermiekongress" am Montag mit rund 600 Teilnehmern erstmals in Bochum.

In den Workshops erfuhr das Fachpublikum, welche bürokratischen Hürden rund ums Bergrecht und das Ausbeuten der Ressourcen zu bewältigen sind und welche Zuschüsse zu erwarten sind.

Nach Auskunft von Simone Probst, Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie, soll der Kongress dazu dienen, die Erdwärme populärer zu machen. "Erdwärme können sie ständig nutzen, egal wie der Wind weht, die Sonne scheint bei Tag und Nacht", so Probst. Angesichts der immer bedrohlicheren Klimaentwicklung forderte sie dazu auf, die Chancen die sich aus dieser einzigartigen Energiequelle ergeben, konsequent zu nutzen.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben betonte in ihrem Grußwort, dass die natürlichen Bedingungen zur Nutzung der Erdwärme in NRW besonders gut seien. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes sei nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet.

Nach Auskunft von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz hat das Ruhrgebiet und Bochum mit der Ausbeutung von fossilen Energieträgern viel Erfahrung. "Wir planen mit der Hochschule Bochum, dem Geothermie-Zentrum und der Ruhr-Universität den Aufbau eines Forschungs-, Entwicklungs- und Bildungsstandorts. Hierfür steht der Geothermie Campus Bochum mit einer Bohrung bis auf 4000 Meter und einem Geotechnikum", so Dr. Ottilie Scholz.

Auch heute noch können die Endverbraucher beim Kongress die Fachmesse GEOEnergia 2007 besuchen. 60 Aussteller informieren über neue Techniken zur Nutzung von Erdwärme.

Eine CD-ROM des Geologischen Dienstes zeigt für jedes Grundstück im Lande bis zu einer Tiefe von 100 Metern, ob beim Neubau eines Gebäudes oder beim Austausch einer vorhandenen Heizungsanlage Umweltwärme als Energiequelle wirtschaftlich genutzt werden kann.

www.geothermie.nrw.de