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Trojaner in E-Mails

Erpresser-Virus „Locky“ verbreitet sich rasant

BERLIN Ein aggressiver Erpressungs-Trojaner verbreitet sich aktuell weiter rasant vor allem auf Computern in Deutschland. Der Sicherheitsexperte Kevin Beaumont zählte derzeit 5300 Neuinfektionen mit dem Windows-Trojaner „Locky“ durch gefälschte E-Mails pro Stunde.

Erpresser-Virus „Locky“ verbreitet sich rasant

Der Trojaner schleust sich per E-Mail-Anhang ein.

Damit lag die Infektionsrate in Deutschland deutlich vor Ländern wie den Niederlanden (2900) und den USA (2700). Auch das Fraunhofer-Institut in Bayreuth zählte in dieser Woche zu den Opfern. Der Virus legte dort mehrere Dutzend PC-Arbeitsplätze lahm, indem er die Daten auf einem zentralen Server verschlüsselte und damit unbrauchbar machte.

Mails in korrektem Deutsch

Die Erpresser-Mails werden inzwischen auch in korrektem Deutsch geschickt, berichtete Beaumont in einem Twitter-Beitrag. Die Mails werden mit einem Anhang verschickt und geben sich in der Regel als Rechnungen aus. Wie der Experte berichtete, hebelt der Trojaner auch Sicherheitseinstellungen in Microsoft Outlook aus. Durch eine aktuell veränderte Verbreitungsmethode werde der Schädling auch von Antiviren-Programmen derzeit nicht erkannt.

I just published “Locky experiments with Windows Script Host delivery” https://t.co/YnY2W1Lz0w

— Kevin Beaumont (@GossiTheDog)

19. Februar 2016

„Locky“ ist „Heise online“ zufolge auch in der Lage, sämtliche Daten zu sperren, die etwa mit einem Cloudspeicher oder über Netzwerke synchronisiert werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, auf keinen Fall auf die Lösegeldforderungen einzugehen, sondern Anzeige zu erstatten. In vielen Fällen würden auch nach einer Zahlung die Daten nicht wieder entschlüsselt. 

von dpa  

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