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Erst 20 Opelaner bereit, das Werk zu verlassen

Transfergesellschaft

Die erste von mehreren Einheiten der Transfergesellschaft, in die Mitarbeiter des Bochumer Opel-Werks wechseln sollen, nimmt am Mittwoch, 1. September, die Arbeit auf. Bis Montagnachmittag hatten erst etwa 20 Opelaner einen Vertrag bei der RAG Bildung Transfer GmbH unterschrieben.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 31.08.2010
Erst 20 Opelaner bereit, das Werk zu verlassen

Bis Ende des Jahres sollen im Bochumer Opel-Werk 654 Stellen wegfallen.

Das teilte Hermann Oecking, Geschäftsführer der Transfergesellschaft, auf Anfrage mit.

Bis Ende des Jahres sollen in Bochum nach Unternehmensplänen 654 Stellen wegfallen. Im Schnitt müssten also jeden Monat gut 160 Mitarbeiter das Werk verlassen.

Ursprünglich habe man für den September mal eine Zahl von etwa 120 angepeilt, sagte Oecking. Dennoch seien die aktuellen Zahlen aus seiner Sicht kein Desaster. "Wir waren mit den Informationsveranstaltungen relativ spät dran. Eine Woche ist keine lange Zeit für eine solche Entscheidung", so Oecking.

Er persönlich habe vollstes Verständnis, wenn jemand länger brauche, um sich für den Wechsel in die Transfergesellschaft zu entscheiden. "Ich glaube, dass sich die Zahlen in den kommenden Wochen nach oben entwickeln werden", sagte Oecking. Die nächsten drei oder vier Profiling-Workshops mit je 15 Teilnehmern seien bereits ausgebucht. Sie finden im September statt. Die Teilnahme daran ist Voraussetzung für einen Wechsel in die Transfergesellschaft.

Opel-Sprecher Andreas Kroemer wollte die von Oecking genannten Zahlen nicht kommentieren. "Bis Ende des Jahres sind ja noch vier Monate Zeit", sagte er. "Wir sind zuversichtlich, dass die angestrebten Ziele erreicht werden." Thema Abfindung Eine Erhöhung der Abfindung für wechselwillige Opel-Mitarbeiter sei nicht geplant. "Das Angebot gilt so, wie es verkündet wurde." Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hatte kürzlich in einem Interview mit unserer Zeitung gesagt, er halte es für illusorisch, dass sich der geplante Stellenabbau alleine über den Wechsel Freiwilliger in eine Transfergesellschaft erreichen lasse. Dafür seien die angebotenen Abfindungen zu niedrig und die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu schwierig.