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Erst vollgetankt, dann einfach weggefahren - 700 Euro Geldstrafe

Unterschlagung und Nötigung

BOCHUM Teure Tankfüllung: 700 Euro muss ein 41-jähriger Bochumer bezahlen. So hoch ist die Geldstrafe, die das Schöffengericht gestern gegen den Mann verhängte. Dieser war ohne zu bezahlen, vom Gelände einer Bochumer Tankstelle verschwunden.

von Von Martina Schuch

, 02.08.2010
Erst vollgetankt, dann einfach weggefahren - 700 Euro Geldstrafe

Zunächst hatte der dreifache Vater 50 Liter in sein Auto gefüllt. Den Preis von 71,44 Euro zahlte er aber nicht. Und nicht nur das.

Als eine Angestellte der Tankstelle den Angeklagten bemerkte und sich ihm in den Weg stellte, trat der 41-Jährige aufs Gaspedal und hielt mit etwa 40 km/h auf die Frau zu. Diese sprang aus dem Weg. Der Bochumer flüchtete. Im Prozess gab er Montag alles zu. Über seinen Verteidiger ließ er erklären: Er sei bei der Kasse gewesen und habe gewartet. Dann habe er aber bemerkt, dass er sein Portemonnaie vergessen habe. Das sei ihm peinlich gewesen und er habe sich entschlossen, einfach schnell zu verschwinden.

„Ob man die Einlassung glaubt oder nicht“, so die Staatsanwaltschaft: „Zumindest kann man sie nicht widerlegen.“ Auch Richter Axel Deutscher hatte da so seine Zweifel. Zeugen hatten zumindest beobachtet, wie der Angeklagte zunächst die Kassenschlange ansteuerte. Am Ende verurteilte das Gericht den Mann wegen Unterschlagung und Nötigung. „Billiges Benzin wollen wir alle haben“, so Deutscher. Aber: „Dieses Benzin wird sie teuer zu stehen kommen.“