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Erste Sanierung seit 1958

HUSEN Ende der 50er Jahre - also vor fast einem halben Jahrhundert - waren die Kirchenräume der St. Petrus Canisius-Gemeinde das letzte Mal umgestaltet worden. Nun ist es wieder so weit.

von Von Sebastian Wein

, 28.12.2007

Fast 50 Freiwillige Helfer aus der Gemeinde versammelten sich, um den Innenraum der Kirche in einer Radikalkur zu entkernen. "Damals war noch Pfarrer Ebert federführend bei den Umbauarbeiten", berichtete Raimund Scholz, Mitglied im Kirchenvorstand. Doch die Gestaltung der Kirche ging schon seit Mitte der sechziger Jahre nicht mehr mit den Liturgischen Anforderungen des zweiten Vatikanischen Konzils konform. Deswegen und vor allem auf Grund akuter Renovierungsbedürftigkeit wurde nun der erste Schritt zu der vollständigen Sanierung gemacht.

"Altar und Pfarrer rücken näher an die Gemeinde heran, der Taufstein wird von der Rückwand an den Beginn des Mittelgangs versetzt, und den Beichtstuhl ersetzen wir durch einen Beichtraum", zählte Scholz einige Änderungen auf, die mit den Plänen des Architekten Amseln Fedder einhergehen. Durch den Beichtraum werde die Möglichkeit gegeben, statt einer anonymen Beichte ein Beichtgespräch "unter vier Augen" zu führen. Weiterhin wolle man eine Kommunionstufe statt einer Kommunionbank einführen und die Kirchenbänke überholen. Auch der achtzig Jahre alte und vor sich hinmodernde Fußboden wird komplett ersetzt. Bei den Ausräumarbeiten hatte es schon mächtig gestaubt.

Kesselasche unter dem Boden

"Kein Wunder, als Dämmmaterial haben wir unter dem Boden Kesselasche aus der Zeche gefunden", erzählte Scholz von den Arbeiten. Von diesen will die Gemeinde soviel wie möglich selber erledigen. Ab dem 7. Januar rücken dann die ersten Handwerker an und werden das Gotteshaus für ca. sechs Monate in Beschlag nehmen.

"Besonders schön ist, dass Täuflinge mit der Positionierung des Taufbeckens am Kircheneingang auch symbolisch in die Kirche eintreten", freute sich Pastor Gregor Orlowski. Als weitere Neuerungen sind ein Raum zur stillen Andacht im Anschluss an das Gebäude mit Sichtgitter in den Kirchraum sowie eventuell ein Farbwechsel der Kirchenfenster hinter dem Altar geplant. Lichtdurchlässige Scheiben und ein weißer Anstrich sollen für mehr Helligkeit sorgen.

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