Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Erstmals Frau an Spitze der CIA: Senat bestätigt Gina Haspel

Washington. Der US-Senat hat der Nominierung der umstrittenen Kandidatin Gina Haspel als neuer CIA-Direktorin zugestimmt. Haspel wird damit die erste Frau an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes sein.

Erstmals Frau an Spitze der CIA: Senat bestätigt Gina Haspel

Gina Haspel wird die erste Frau an der Spitze der CIA sein. Foto: Alex Brandon/AP

Die 61 Jahre alte Haspel, die den weitaus größten Teil ihrer 33-jährigen Dienstzeit undercover verbracht hat, leitet den Geheimdienst bereits kommissarisch. Sie wird Mike Pompeo nachfolgen, der inzwischen Außenminister ist. Der Senat bestätigte sie am Donnerstag mit 54 zu 45 Stimmen.

Haspels Nominierung durch US-Präsident Donald Trump war umstritten, weil sie als CIA-Agentin in der Zeit nach den Terroranschlägen im Jahr 2001 Verhörmethoden toleriert haben soll, die heute verboten sind und international als Folter betrachtet werden.

Darunter fällt auch das sogenannte Waterboarding, ein simuliertes Ertränken von Gefangenen. Die Methoden waren während der Amtszeit von Präsident George W. Bush legal. Oft wurden Terrorverdächtige entführt und weltweit in Geheimgefängnissen („black sites“) verhört. Die Methoden wurden später von Präsident Barack Obama verboten.

Haspel hatte in der Zeit Berichten zufolge ein CIA-Geheimgefängnis in Thailand geleitet, wo mehrere Häftlinge den sogenannten „erweiterten Verhörmethoden“ unterzogen worden waren. Unklar ist jedoch, welche Rolle Haspel selbst dabei gespielt hat. Im Senat erklärte Haspel, ähnliche Methoden wolle sie nicht wieder einführen, selbst wenn Trump sie dazu auffordern würde. „Ich glaube, die CIA muss ihre Aktivitäten im Einklang mit amerikanischen Werten durchführen“, sagte Haspel. Trump hat oft Sympathie für brutale Verhöre erkennen lassen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ausland

Trumps Sprecherin wird aus Restaurant hinausgeworfen

Washington. Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, ist wegen ihres Jobs aus einem Restaurant geflogen. Sie sei von der Eigentümerin des Red Hen-Restaurants in Lexington zum Gehen aufgefordert worden, weil sie für US-Präsident Donald Trump arbeite, schrieb Sanders auf Twitter.mehr...

Ausland

Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder bei Eltern

Washington. Nach der Trennung von ihren Eltern im Zuge der sogenannten Null-Toleranz-Politik sind in den USA 522 Flüchtlingskinder wieder mit ihren Familien vereint worden. Das teilte das US-Heimatschutzministerium mit.mehr...

Ausland

USA setzen gemeinsame Manöver mit Südkorea aus

Washington. Donald Trump hält sein Wort gegenüber Nordkoreas Diktator Kim Jong Un: US-Militärübungen mit dem demokratischen Südkorea bleiben auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Honoriert Kim das?mehr...

Ausland

Die USA kämpfen mit Trumps Migrationschaos

Washington. Eltern suchen nach ihren Kindern, teils über Tausende Kilometer. Donald Trumps Migrationspolitik hat zu chaotischen Zuständen geführt - in der Praxis wie in der Politik. Eine neue, tragfähige Gesetzgebung erscheint selbst dem Präsidenten kurzfristig unrealistisch.mehr...

Ausland

Von der Leyen rügt Trumps „Kommentare vom Spielfeldrand“

Berlin. Immer Ärger um zwei Prozent: Im Streit um den deutschen Wehretat lobt US-Verteidigungsminister Jim Mattis die Fortschritte der Deutschen. Nur fraglich, ob sein Chef das auch so sieht.mehr...

Ausland

Melania Trump besucht Flüchtlingskinder

Washington. Nach einer Kehrtwende Donald Trumps in der Flüchtlingspolitik tritt die US-Politik auf der Stelle. Wie kann ein Kompromiss aussehen? Die Bilder des Tages aber gehören der First Lady - überraschend fährt sie zu Kindern an die Grenze.mehr...