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Essen, trinken und flirten

Bochum kulinarisch

Ochse trifft Zander, Schwarz auf Weiß, BoSy auf Gastronomen. Bei Bochum kulinarisch steckt in diesem Jahr ganz viel Musik drin – auch wenn die Gourmetmeile auf dem Boulevard ganz bewusst ohne musikalische Beschallung auskommt.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 22.06.2012

Wenn vom 8. bis 12. August wieder Tausende über den Boulevard schlendern und nicht wissen, an welchem der 17 Stände sie zuerst eine Köstlichkeit auswählen sollen, dann ist es bereits das 24. Mal, dass Restaurants aus Bochum, aber auch aus Witten und Hattingen gemeinsam auftischen.

„Das ist schon Geschichte geworden“, blickt Herwig Niggemann als einer der Organisatoren zurück. Und hat zugleich das Jubiläum 2013 im Blick. Was als kulinarischer Treff begann, hat sich ständig weiterentwickelt, nicht erst, seitdem die Köche 2008 auf den Boulevard wechselten. Niggemann, ist von Anfang an mit seinem Unternehmen genauso wie Hugo Fiege mit seiner Brauerei neben den Köchen – „eine Schicksalsgemeinschaft“ – bei der Organisation eingebunden. Er sagt voller Überzeugung: „Es ist ein von den Bochumern sehr geliebtes Fest.“ Und erzählt von Menschen, die nach dem Gourmet-Fest ihren Urlaub ausrichten, oder die stolz sind, jedes Mal dabei gewesen zu sein. Oder von dem Bochumer, der per Facebook seine Freunde, die inzwischen überall in Deutschland arbeiten oder studieren, zum Ferientreff und damit zu Bochum kulinarisch einlud. 1600 Zusagen bekam er. „Unglaublich“, sagt Herwig Niggemann. Früher, ja da war es eher ein Fest für ältere Menschen, weiß er. Aber inzwischen hat auch die Generation 25 plus Spaß an Genuss und gutem Essen. Und weil dem, der bei Wein, Ochse oder Zander seine Sinne öffnet, auch das Herz aufgeht, gibt es in diesem Jahr erstmals ein Speed-Dating. Im schnellen Takt werden Männer und Frauen von Gesprächspartner zu Gesprächspartner wechseln und vielleicht bei Reden über Essen und Trinken auch zur Liebe finden. „Wir knüpfen an die sehr erfolgreiche Veranstaltung 2010 auf der berühmten A40-Party an“, sagt Niggemann über die Kooperation mit Coolibri.

Noch mehr freut den Bochumer, selbst ein Befürworter des Musikzentrums, dass die Gastronomen den Kontakt zu den Bochumer Symphonikern gesucht haben und sie auf ihrem Weg ins Musikzentrum unterstützen wollen. Ein wenig fremd waren sie sich schon beim Fototermin im Schauspielhaus. Im weißen Kochdress die einen, im schwarzen Frack die anderen. Aber dann wurde es ein großer Spaß. Einen Teil des Bierumsatzes werden sie für den Kauf von Konzertstühlen spenden. Die Gastronomen sind gespannt, wie viele Stühle „zusammengetrunken“ werden. Erstmals wird es also flüssige Spendenquittungen geben.