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Essener Intendant steht vor Wechsel nach Bochum

Essen/Bochum (dpa) Der Intendant des Essener Grillo-Theaters, Anselm Weber (45), steht vor einem Wechsel an die Spitze des renommierten Bochumer Schauspielhauses zur Spielzeit 2010/2011.

Essener Intendant steht vor Wechsel nach Bochum

Anselm Weber geht nach Bochum.

Ein entsprechender Bericht der «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» wurde am Freitag in der Bochumer Kommunalpolitik und in Essener Theaterkreisen bestätigt. Der jetzige Bochumer Intendant Elmar Goerden hatte im Sommer für 2010 seinen Rückzug angekündigt. Weber, unter dessen Führung das Essener Haus mehrfach als bestes NRW-Theater ausgezeichnet wurde, hat in Interviews bereits Interesse an der Stelle in Bochum bekundet. Die Entscheidung fällt am 21. November bei einer Sitzung des Bochumer Theater-Verwaltungsrates.

Bochums Kulturdezernent Karl-Michael Townsend hat für Goerdens Nachfolge das Vorschlagsrecht. Er wollte die Berichte weder bestätigen noch kommentieren. Weber gehöre aber zu den seit Wochen genannten Kandidaten, genauso wie der Regisseur Christoph Schlingensief, sagte er. Weber selbst wollte sich nicht äußern, wie eine Theatersprecherin sagte.

Das Bochumer Schauspielhaus gilt mit einem Jahresetat von rund 20 Millionen Euro, rund 290 Mitarbeitern und 1320 Plätzen in drei Spielstätten als eines der bedeutendsten deutschen Theater. Bekannte Intendanten wie Peter Zadek (1972-1979) oder Claus Peymann (1979- 1986) haben den Ruf des Hauses geprägt. Das Grillo-Theater ist mit maximal 440 Plätzen etwa so groß wie das kleine Haus in Bochum, die Kammerspiele.

Für die Bereitschaft des hochgelobten Anselm Weber zum Wechsel nach Bochum seien auch Etatgründe ausschlaggebend gewesen, hieß es aus dem Essener Theater. Der Etat der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) ist gedeckelt, deshalb müssen Kostensteigerungen etwa durch Tarifabschlüsse aus der Substanz erwirtschaftet werden. Weber habe angesichts des Bochumer Angebots hart mit Essen um mehr Geld für das Grillo verhandelt, aber nicht genug bekommen, hieß es.

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