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Estrich in Ruhe trocknen lassen

Leipzig (dpa/tmn) Estrich muss zum Trocknen genügend Zeit gegeben werden. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis die Feuchtigkeit auf natürliche Weise entwichen ist, rät Rüdiger Mattis, Regionalbüroleiter des Verbandes Privater Bauherren (VPB) Leipzig/Halle.

«In der Praxis werden diese Zeiten aber leider meistens nicht eingehalten - es wird heute einfach viel zu schnell weitergearbeitet.» Die Folgen können Schimmel, Wölbungen und Risse sein.

Wichtig ist beim Trockenvorgang, dass die Feuchtigkeit aus dem Estrich gleichmäßig entweichen kann. Der Estrich darf deshalb in den ersten zehn Tagen keinen Luftzug abbekommen. «Zugluft nimmt viel mehr Feuchtigkeit raus als stehende Luft», erklärt der Bauingenieur. Das Problem: Nur die Oberfläche trocknet so schnell. Die tieferen Schichten bleiben feucht. Der Estrich fängt deshalb an, sich zu wölben.

«Oft wird schon nach drei oder vier Tagen stoßgelüftet, weil die feuchte Luft natürlich im Haus steht», so Mattis. Fenster und Türen sollten aber geschlossen bleiben, wobei empfindlich auf Feuchtigkeit reagierende Bauteile wie Holzbalken im Auge behalten werden müssen.

In den ersten Tagen sollte die Temperatur beim Trocknen nicht mehr als 15 Grad Celsius und nicht weniger als 5 Grad Celsius betragen. Ist eine Fußbodenheizung vorhanden, kann nach einigen Tagen mit einem Heizprogramm begonnen werden. Dabei wird laut dem Experten die Heiztemperatur von Tag zu Tag vorsichtig erhöht. Anschließend wird die Höchsttemperatur eine Woche gehalten und dann wieder nach und nach abgesenkt.

Danach misst ein Fachmann mit dem «CM-Test» - der Calcium-Carbid-Methode - die sogenannte Verlegereife: Sie besagt, wie viel Feuchtigkeit sich noch im Estrich befindet und ob mit dem Verlegen des Oberbodens begonnen werden kann. Wer möchte, kann vorab prüfen, ob sich der CM-Test überhaupt schon lohnt. Dafür wird eine luftdichte Folie über den Boden gelegt. Schlägt sich Feuchtigkeit an der Unterseite nieder, sollte mit dem Test noch etwas gewartet werden.

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