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Evakuierung rettet hilflosem Hörder das Leben

Zufällig bei Haus-Kontrolle entdeckt

Es ist die unglaublichste Geschichte der Riesen-Evakuierung von Hörde: Bei der routinemäßigen Kontrolle eines Hauses auf dem Clarenberg hörten Mitarbeiter des Ordnungsamtes plötzlich rätselhafte Klopfzeichen - und retteten einem alten Mann wohl das Leben.

HÖRDE

, 30.11.2014
Evakuierung rettet hilflosem Hörder das Leben

Ordnungsamt und Polizei gingen von Tür zu Tür - und entdeckten noch so manchen Bürger.

Der über 70 Jahre alte Mann war

in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Grotestraße gestürzt und wartete bereits seit Tagen auf Hilfe - vergeblich. Er war aus eigener Kraft nicht mehr auf die Beine gekommen. Zwar rief er um Hilfe, doch seine Nachbarin hörte ihn nicht. Sie ist schwerhörig. So blieb er verletzt liegen - bis am Sonntag Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor seiner Tür standen. Denn sein Zuhause lag noch knapp innerhalb des Evakuierungsradius der 1,5-Tonnen-Luftmine, die in über einem Kilometer Entfernung auf dem Wilo-Gelände an der Nortkirchenstraße entschärft wurde. Die Ordnungsamtler mussten kontrollieren, ob auch tatsächlich alle Wohnungen in der Risiko-Zone leer waren.

Kraft für Hilferufe hatte der erschöpfte Senior offenbar nicht mehr. Also versuchte er, mit Klopfzeichen auf sich aufmerksam zu machen. Zu seinem Glück hörten das die Ordnungsamtler. Sie ließ die Tür durch die Feuerwehr öffnen und brachte den entkräfteten Mann in ein Krankenhaus. "Der heutige Tag hat dazu beigetragen, dass wir dieser Person das Leben retten konnten", sagte Ordnungsamt-Abteilungsleiter Michael Self.

Generell lief die Evakuierung in Hörde bedeutend reibungsloser als noch

. Dieses Mal weigerten sich nach derzeitigem Kenntnisstand lediglich zwei Anwohner auf dem Clarenberg vorübergehend, ihre Wohnungen zu verlassen. Sie konnten nach kurzen Gesprächen dazu bewegt werden, die Evakuierungszone zu verlassen. Tatsächlich war das Sperrgebiet früher als geplant menschenleer. Auch liefen die Krankentransporte bedeutend unproblematischer als bei der Groß-Evakuierung 2013, als sich genau zu dem Zeitpunkt des Entschärfungsbeginns zwei Rollstuhlfahrer meldeten, die noch abgeholt werden mussten.

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