Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Evinger Kirchenbänke für Ungarn

EVING Logistische Meisterleistungen sind derzeit in der evangelischen Kirche an der Deutschen Straße gefragt, die zu einem multifunktionellen Zentrum umgebaut wird. Nach dem letzten Gottesdienst in gewohnter Umgebung am vergangenen Sonntag, werden jetzt die Kirchenbänke herausgeschleppt, das Kreuz, der Altar und Taufstein in Sicherheit gebracht.

von Von Petra Frommeyer

, 12.08.2008

Allen voran zeigt der Küster der ev. Segenskirchengemeinde, Michael Schuster, tollen Einsatz. "Sein Engagement geht weit über das hinaus, was sein Arbeitsvertrag vorsieht. 'Wir können ihm gar nicht genug danken", sagt Presbyteriumsmitglied Monika Berg. Zehn dieser schweren Bänke haben Privatleute gekauft, fünf hat das Jugendamt der Stadt übernommen und die restliche gehen kostenlos an die Organisation "Nazareth für Bethel", die damit eine Kirche in Ungarn ausstattet.Originale bleiben erhalten

"Das obere Gestühl, Originale aus dem Jahr 1899, wird nach dem Umbau wieder eingebaut. Genauso wie das Kreuz, der Altar und der Taufstein", berichtet Monika Berg. "Wir wollen sie gerne weiterverwenden, weil sie an die Geschichte dieses Gotteshauses erinnern." Auf der Strecke bleibt allerdings nach dem Umbau die Kanzel, die nicht mehr in das Konzept passt. Allerdings soll sie nach Möglichkeit nicht vernichtet werden. "Wir werden etwas adäquates, Bewegliches brauchen", so die Presbyterin.

Schatz staubsicher verpackt

Ansonsten wurden die kleineren Teile gesichtet und aufgelistet. Und einige Erinnerungsstücke konnten die Gottesdienstbesucher am Sonntag zur Erinnerung mitnehmen. Bevor voraussichtlich in der kommenden Woche das Parkett herausgerissen wird, wird ein weiterer Schatz der Kirche - die Orgel - staubsicher verpackt. Nach dem Umbau wird sie zerlegt, gereinigt und ein paar Meter weiter wieder aufgebaut. Kosten: 40 000 Euro. Dafür hat die Gemeinde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Monika Berg: "Sie soll eigentlich erst jetzt nach den Ferien richtig anlaufen, aber ohne große Werbung haben wir schon 1000 Euro bekommen. Das ist toll."