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Ärger über Trennung

Ex-Ehefrau in Münster erstochen - Haftbefehl

MÜNSTER Aus Schmerz und Ärger über die Trennung soll ein Mann in Münster seine Ex-Frau erstochen haben. Gegen den 55-Jährigen wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen. Er soll am Dienstagnachmittag in die Wohnung der 46-Jährigen gekommen sein und die Frau niedergestochen haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

"Der 55 jährige Mann steht im Verdacht, seine geschiedene Ehefrau mit mehreren Messerstichen, unter anderem in den Oberkörper, so schwer verletzt zu haben, dass die Frau an den Folgen des Messerangriffs verstarb", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt die Gründe der Untersuchungshaft. "Zu seinen Motiven äußerte sich der Beschuldigte bislang nicht."

Der Hintergrund der Tat liegt nach Einschätzung der Ermittler in der nicht überwundenen Trennung des Ehemanns von seiner Frau im Jahr 2012. Bereits kurz nach der Trennung drohte er damit, sich und seine Familie in die Luft zu sprengen. Das daraus resultierende Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, nachdem sich der gebürtige Afghane in psychiatrische Behandlung begeben hatte und anschließend nach Afghanistan ausgereist war.

Keine Hinweise auf Tat

Nach der Scheidung Ende 2013 hielt sich der Familienvater regelmäßig im Ausland auf und kehrte nur sporadisch nach Münster zurück. Dabei kam es im Mai 2016 zu einem weiteren Treffen der geschiedenen Eheleute, in dem der Mann erneut die Rücknahme der Scheidung forderte und mit Konsequenzen für die Familie drohte. Anschließend begab er sich zur Familie seines Bruders ins Rheinland und von dort wieder nach Afghanistan.

Ende Juni 2016 hatte die Ehefrau die Polizei darüber informiert, dass ihr Ehemann sich in Kabul aufhalte und sie sich nicht bedroht fühle. "Für die gestrige Tat in Münster gab es weder bei den Ermittlungsbehörden noch in der Familie aktuelle Hinweise", sagte der Oberstaatsanwalt am Mittwoch in Münster.

mit dpa  

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