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Ex-Trainer Meyer verklagt den 1. FC Nürnberg

Nürnberg (dpa) Lange galt sie als eine der Traumbeziehungen des deutschen Fußballs, doch nun landet die Ehe zwischen Trainer Hans Meyer und dem 1. FC Nürnberg vor dem Scheidungsrichter.

Ex-Trainer Meyer verklagt den 1. FC Nürnberg

Hans Meyer zieht gegen seinen alten Verein vor Gericht.

Sechs Monate nach seiner Beurlaubung beim damaligen Erstligisten drängt der 65-Jährige vor dem Arbeitsgericht Nürnberg auf Weiterzahlung seines Gehalts, teilte ein Justizsprecher mit. Nach Meyers Angaben war nach der Trennung im vergangenen Februar von keiner Seite eine Kündigung des bis Mitte 2009 laufenden Vertrags erfolgt. Deshalb müssten die Franken auch für den gerade abgelaufenen Monat Juli sein Gehalt in Höhe von 140 000 Euro nebst Zinsen zahlen. Der Verein sieht dagegen das Beschäftigungsverhältnis am 30. Juni 2008 als beendet an.

Jahrelang war die Liebe zwischen Meyer und dem fränkischen Fahrstuhl-«Club» ungetrübt. Nach seiner überraschenden Verpflichtung im November 2005 rettete der Thüringer den neunmaligen deutschen Meister nicht nur vor dem erneuten Bundesliga-Abstieg, sondern bescherte einer ganzen Fußball-Region mit dem DFB-Pokalsieg 2007 den ersten Titel seit fast 40 Jahren. Zudem durften die Franken in der vergangenen Spielzeit auf große UEFA-Pokal-Reise gehen. «Hans Meyer ist für uns der perfekte Trainer», hatte Nürnbergs Präsident Michael A. Roth gejubelt. «Er ist der Hans im Glück für uns.»

Selbst als Meyer im Februar angesichts des drohenden Bundesliga-Abstiegs beurlaubt wurde, schien die ungewöhnliche Beziehung noch längst nicht am Ende. Der geschasste Trainer-Kauz bat die Fans in einem öffentlichen Brief um Unterstützung für seinen Nachfolger Thomas von Heesen. Manager Martin Bader setzte trotz des Rauswurfs weiter auf Meyer: «Es ist klar, dass Hans Meyer, in welcher Funktion auch immer, dem Verein helfen wird. Sei es als Berater oder als Spiel-Sichter.»

Doch mit Wirkung Ende Juni sah der «Club» das Arbeitsverhältnis als beendet an und drehte zum Ärger Meyers den Geldhahn ab. «Da gibt es mit Sicherheit unterschiedliche Auffassungen», erklärte Manager Martin Bader am Freitag, lehnte aber ansonsten jede Stellungnahme ab. Szenen einer gescheiterten Ehe: Ein Schlichtungstermin zwischen beiden Seiten vor dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sei bereits erfolglos verlaufen, teilte der Gerichtssprecher mit. Nun kommt es vor dem Arbeitsgericht am 12. September erst einmal zu einem Gütetermin. Sollte auch dieser zu keiner Einigung führen, ist die Streitverhandlung unvermeidlich.

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