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Exotische Tiere: Betrügerische Angebote im Internet

Bonn (dpa) Vor betrügerischen Angeboten zum Kauf lebender exotischer Tiere im Internet hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gewarnt. In letzter Zeit häuften sich derartige Fälle, erklärte BfN-Präsidentin Beate Jessel in Bonn.

Interessenten würden im Internet durch «überaus preiswerte Angebote» zum Kauf dieser Tiere verführt. Diese Angebote - meist für Papageien, junge Affen, Schildkröten und Chamäleons - richteten sich nicht nur an Privatpersonen. Auch Zoologische Gärten und Tierparks hätten bereits ähnliche Offerten erhalten.

Nach Eingang der Bestellung würden mehrfach Zahlungen von den Interessenten verlangt, teilte das BfN mit. «Die Käufer müssen wissen, dass die angebotenen Tiere tatsächlich gar nicht existieren. Hier soll der potenzielle Käufer nur betrogen werden», sagte Jessel. Auffällig seien neben dem auffallend geringen Preis weitere Gemeinsamkeiten, wonach die Tiere aus dem westafrikanischen Staat Kamerun stammen sollen, Begleitpapiere erkennbar gefälscht und die Angebote in schlechtem Deutsch abgefasst seien.

Zeigt der Käufer Interesse an den Tieren, wird er laut BfN zunächst aufgefordert, die Transportkosten an den Anbieter zu überweisen. Nach kurzer Zeit werde er erneut gebeten, noch einmal eine größere Summe zu überweisen, da die Tiere losgeschickt, aber leider an einem großen Flughafen in Europa festgehalten worden seien. Einige gutgläubige Interessenten hätten auf diesem Weg bereits erhebliche Summen verloren.

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