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Experte über Cluburlaub: «Konzept verwässert»

Kiel (dpa/tmn) Prof. Martin Lohmann ist Leiter des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa in Kiel. Außerdem lehrt der Tourismusexperte am Institut für Wirtschaftspsychologie der Universität Lüneburg.

Experte über Cluburlaub: «Konzept verwässert»

Tourismusforscher Prof. Martin Lohmann hält Cluburlaub für ein weiter wachsendes Urlaubskonzept. (Bild: Martin Lohmann/dpa/tmn)

Lohmann beschäftigt sich seit langem mit touristischer Grundlagenforschung. Für die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen ermittelt er jährlich die Trends der Reisebranche.

Frage: Gibt es immer mehr Cluburlauber?

Prof. Martin Lohmann: Das ist tatsächlich ein Segment, das weiter zulegt. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Cluburlauber um 19 Prozent gewachsen. Das ist schon bemerkenswert, auch im Vergleich zur Reisebranche insgesamt.

Frage: Bieten viele Hotels nicht längst ganz ähnlichen Urlaub an?

Lohmann: Cluburlaub war ein klares Konzept. Jetzt nähern sich Hotelurlaub und Cluburlaub immer mehr an, auch weil es Cluburlaub inzwischen auf jedem Niveau und zu jedem Preis gibt. Die Verwässerung des Konzeptes ist für die Clubreise-Veranstalter ein Risiko: Für die Kunden ist nicht mehr klar, wie sich eine All-inclusive-Pauschalreise und Cluburlaub wirklich voneinander unterscheiden.

Frage: Wird Cluburlaub auch bei Älteren ein Trend?

Lohmann: Das wachsende Angebot in den Bereichen Spa und Wellness ist natürlich auch für die Älteren attraktiv. Die Zielgruppe sind und bleiben im Wesentlichen aber die Gäste unter 40 Jahren. Besonders attraktiv ist Cluburlaub für Eltern mit Kindern zwischen 8 und 12 Jahren, die viel Bewegungsdrang haben.

Frage: Aber werden die Familien im Club nicht weniger?

Lohmann: Wegen der demografischen Entwicklung wird es in der Zukunft insgesamt weniger Kinder geben. Das heißt: Die Zielgruppe wird kleiner. Aber das Interesse in der Zielgruppe am Cluburlaub wird zunehmen - und zwar mehr, als die Kinderzahl schrumpft.

Frage: Leben Cluburlauber nicht in einem Touristen-Ghetto?

Lohmann: Das kann man so sehen, ist aber nicht per se negativ. Die Gäste haben sich das so ausgesucht, sie hätten auch eine andere Wahl treffen können. Und für das soziale Gefüge in fernen Ländern sind beim Cluburlaub die Auswirkungen geringer.

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