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Experten warnen vor giftigem Bärenklau

Umweltamt Dortmund

Mit ihren runden, weißen Blütenköpfen und tellergroßen, gezackten Blättern fällt die Pflanze eigentlich nur durch ihre Größe von bis zu dreieinhalb Metern auf. Doch sie bildet Giftstoffe, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken.

SCHWIERINGHAUSEN

von Von Sarah Hinderer

, 17.08.2010
Experten warnen vor giftigem Bärenklau

Stolze 3,50 m misst dieser Riesen-Bärenklau. Die Blütendolde erkennt man nur durch die riesigen Blätter.

„Viele unterschätzen die Gefahr. Besonders bei Kindern können schlimme Ausschläge und Nesselbrände auftreten“, warnt Christine Küster von der Unteren Landschaftsbehörde. Die Substanzen sondert der Bärenklau dabei nicht nur über Blätter und Stängel ab, sondern auch über feine Härchen, die in der Luft schwirrenden. „Dadurch ist kein direkter Kontakt zur Pflanze nötig, um eine allergische Reaktion auszulösen“, erklärt Forstrat Sebastian Vetter. Im Westen treten die Pflanzenbestände meist vereinzelt an Halden, Bächen und Waldrändern auf – „oft jedoch auch an Rad- und Wanderwegen“, berichtet Christine Küster.

Gegen größere Bestände am Dortmund-Ems-Kanal von der Schwieringhauser Straße kommend geht das Umweltamt schon länger vor. Ganz beseitigen ließ sich die Ausbreitung bislang jedoch nicht. „Die Samen verbreiten sich ideal über Bachläufe und durch die Luft“, so Küster. Auch der stickstoffreiche Stadtboden schaffe ideale Bedingungen. Hinzu kommt, dass die Samen besonders resistent sind und bis zu 30 Jahre lang auch unter schwierigen Bedingungen überleben können. „Dadurch ist der Schaden, der für Pflanzen entsteht, noch viel größer als für Menschen“, erklärt Küster. „Heimischen Pflanzen, wie Orchideen und Lichtnelken, kommen neben dem Bärenklau weder an Licht noch an Wasser, und sie gehen ein.“

Das Umweltamt geht regelmäßig gegen große Bestände der toxischen Pflanze vor. „Aber auch einzelne Pflanzen können gefährlich werden“, mahnt die Expertin.

  • Taucht der Bärenklau im heimischen Garten auf, muss er nicht nur mit vollständigem Wurzelwerk entfernt werden. Die Grünabfälle, insbesondere die riesigen Blütendolden, müssen auch zwingend verbrannt werden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei stets direkten Kontakt zur Pflanze meiden und Schutzkleidung tragen!