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FC Chelsea nach 5:0 wieder obenauf

London (dpa) Mit einem Dreierpack von Stürmer Nicolas Anelka und Frank Lampards 100. Liga-Treffer hat Michael Ballacks FC Chlesea den FC Sunderland 5:0 bezwungen und die Tabellenspitze in Englands Premier-League zurückerobert.

FC Chelsea nach 5:0 wieder obenauf

Chlesea-Trainer Luiz Felipe Scolari spricht bei einer Pressekonferenz.

Bedanken mussten sich die «Blues» beim Stadtrivalen Tottenham Hotspur. Der erschreckend schwach in die Saison gestartete Traditionsclub aus dem Londoner Norden stellte dem bisherigen Spitzenreiter FC Liverpool ein Bein und schlug die «Reds» in letzter Minute 2:1. «Wir haben ein bisschen Glück gehabt», lautete die stark untertriebene Analyse des neuen «Spurs»-Trainers Harry Redknapp, der in drei Spielen bereits sieben Punkte holte.

Sechs Tage nach der 0:1-Heimpleite gegen Liverpool, die den Rekordlauf von 86 Liga-Spielen ohne Niederlage beendete, trat Chelsea wieder als unbestrittener Herr im eigenen Stadion an der Stamford Bridge auf. Während der DFB-Kapitän nach seiner Fußoperation und dem geschlossenen Burgfrieden mit Bundestrainer Joachim Löw fehlte, nahm seine Elf die «Black Cats» aus Sunderland geradezu auseinander. Der brasilianische Verteidiger Alex (27.), Anelka (30./45.+1/53.) und Frank Lampard mit seinem Jubiläumstor (51.) trafen.

«Ein Sieg an der Grenze zur Demütigung», urteilte die «Sunday Times», während Sunderland-Trainer Roy Keane ungewöhnlich gelassen reagierte. «Wir sind von einem Top-Top-Team deklassiert worden, das ist keine Schande», sagte Keane, der zur Halbzeit auf die Tribüne verbannt worden war, «keine noch so ausgefeilte Taktik hätte heute gewirkt.» Die «Mail on Sunday» berichtete unterdessen von ersten Sparmaßnahmen bei Chelsea, das sich von 15 seiner 25 weltweiten Scouts trennte. Laut Zeitung ist auch der frühere DFB-Nachwuchstrainer Rainer Bonhof betroffen, der für den Londoner Spitzenclub Talente im deutschsprachigen Raum beobachtete.

Nach einem sensationellen 4:4 beim FC Arsenal in der vergangenen Woche stahl Tottenham auch Liverpool die Show. Dirk Kyut (3.) brachte die hoch überlegenen Gäste an der White Hart Lane zwar früh in Front, doch ein Eigentor Liverpools Abwehrchef Jamie Carragher (69.) und ein Treffer des russische Stürmer Roman Pawlijuschenko (90.) drehten das Spiel für die «Spurs». Liverpool-Trainer Rafael Benitez konnte es nicht fassen: «Dass wir das Spiel verloren haben ist unglaublich.»

«Ich habe meinen Spielern hoffentlich ein bisschen Selbstvertrauen gegeben», erklärte Redknapp seine «Arm-um-die-Schulter»-Trainer- Philosophie, während die «Harry-Euphorie» bei den «Spurs» ungebremst weiterging. «Wenn Tottenham sein neues Stadion baut, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich vor einem der Tore eine Redknapp- Statue finden wird», schrieb das Boulevardblatt «News of the World», «der Coach sorgt für Legenden im Minutentakt, insbesondere den letzten.»

Meister Manchester United tat sich unterdessen gegen Überraschungsmannschaft und Premier-League-Neuling Hull City am Ende schwerer als erwartet, gewann aber mit 4:3 (3:1) und schob sich auf den dritten Tabellenrang. «Ich bin etwas niedergeschlagen. Wir hätten mit zehn oder elf Toren Vorsprung gewinnen können und mussten am Ende um den Sieg kämpfen, es wäre fast peinlich geworden», sagte United- Trainer Sir Alex Ferguson.

Arsenal erlitt dagegen erneut einen Rückschlag und verlor beim anderen Aufsteiger Stoke City mit 1:2 (0:1). «Es war ein schwieriger Tag für uns», sagte «Gunners»-Trainer Arsène Wenger, dessen Torjäger Robin van Persie die Rote Karte sah, «es war ein körperbetontes Spiel, wir waren nicht so auf Zack.»

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