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FSV Mainz 05

Auch wenn sie in Mainz den Humor eigentlich nie ganz verlieren, das Lachen ist dem «Karnevalsverein» in der Fußball-Bundesliga mittlerweile doch ein wenig vergangen. Zu desaströs hat die dritte Saison im Oberhaus für den FSV Mainz 05 begonnen: Gerade mal ein einziger Sieg gelang in der gesamten Hinrunde, mit satten sechs Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Rang überwinterten die Rheinhessen auf dem letzten Tabellenplatz. Dabei hatte der Mainzer Kult-Trainer Jürgen Klopp zu Saisonbeginn in der ihm eigenen Art noch lauthals verkündet: «Wir haben eine geile Mannschaft.»

Wie bei derartigen Negativentwicklungen üblich gab es auch in Mainz zahlreiche Gründe für die sportliche Talfahrt. Die Abgänge von Leistungsträgern wie Toni da Silva, Benjamin Auer oder Michael Thurk konnten durch die gewohnt schmal budgetierten Zukäufe nicht wettgemacht werden. Hinzu kamen Verletzungen, ungenutzte Torchancen oder schlichtes Pech. «In vielen Spielen wäre mehr drin gewesen, wir hätten leicht vier, fünf Punkte mehr haben können», hadert Klopp. Aber eigentlich will er nicht mehr allzu viel auf das verheerende zweite Halbjahr 2006 zurück blicken, sondern sich auf die zweite Saison-Halbzeit konzentrieren. «Wir sind in der Lage, die Rückrunde völlig neu anzugehen», sagt Klopp. «Wir haben uns auf eine gesamte Rückrunde eingelassen.»

Von Seiten der Verantwortlichen wurde in der Winterpause versucht, der Mannschaft noch einmal neues Leben einzuhauchen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Es wurden vier Neue geholt, darunter Mohamed Zidan vom SV Werder Bremen, der in der Vorsaison schon einmal auf Leihbasis für Mainz auf Torejagd gegangen war. Es sei deutlich gewesen, «dass die Hinrunde die Mannschaft nicht unbeeindruckt gelassen hat», gibt Klopp zu. «Wir mussten neue Reizpunkte schaffen.» Ob das ausreicht, um die große Lücke bis zum rettenden Ufer zu schließen, erscheint fraglich. Und wenn es ganz schlecht läuft, könnte sogar «Mister Mainz» selber zur Disposition stehen. «Wenn wir nur sechs Punkte holen, muss man sich zusammensetzen und sagen: "Das war eine tolle Zeit, aber jetzt funktioniert es eben nicht mehr." Aber Stand heute bin ich im Juli 2007 Trainer bei Mainz 05 und ich würde mir sehr wünschen, dass das so kommt.»

Das Aufgebot:

Tor: 1* Dimo Wache, 23 Jonas Sela, 29 Christian Wetklo, 30 Daniel Ischdonat

Abwehr: 2 Du-Ri Cha, 4 Nikolce Noveski, 5 Christian Demirtas, 10 Manuel Friedrich, 17 Marco Rose, 24 Benjamin Weigelt, 26 Ralph Gunesch

Mittelfeld: 6 Otto Addo, 7 Markus Feulner, 8 Fabian Gerber, 9 Mimoun Azaouagh, 13 Milorad Pekovic, 15 Leon Andreasen, 19 Elkin Soto, 34 Mario Vrancic

Angriff: 11 Petr Ruman, 14 Imre Szabics, 18 Marius Niculae, 20 Ranisav Jovanovic, 22 Chadli Amri, 25 Mohamed Zidan, 33 Damir Vrancic, 35 Fatmir Pupalovic

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Februar 2007)

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