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Facebook: Streit über Semesterticket-Preis

Verhandlung des VRR

Vorlesungsfreie Zeit. Semesterferien. Und trotzdem raucht vielen Studenten in Bochum und Umgebung der Kopf. Sie sind verärgert. Der Grund: Eine Preiserhöhung ihres Semestertickets von 43 Prozent. Bei Facebook drücken sie ihren Frust aus und auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verhandelt über das soziale Netzwerk.

BOCHUM

von Von Friederike Mang

, 09.09.2013
Facebook: Streit über Semesterticket-Preis

Die geplante Preiserhöhung des Semestertickets hat unter Studenten einen Sturm der Entrüstung entfacht.

Innerhalb von vier Tagen klickten über 11.000 User auf der Studentenprotestseite „So nicht, VRR“ auf „Gefällt mir“. Selbst für die Internetplattform ist das recht beachtlich. Seitdem polarisiert das Thema – und für viele Studenten ist eine Protestwelle losgelöst worden. Einige drücken ihren Unmut auch auf der Seite des VRR aus. Die Preiserhöhung ist zum Internet-Streitthema geworden.

Der VRR reagiert auf den Gegenwind und erklärt, ebenfalls auf Facebook, dass die Preiserhöhung nur schrittweise eingeführt werden soll. „Wir wollen den Preis definitiv nicht auf einen Schlag anheben“, sagt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik im Gespräch mit unserer Zeitung. Aktuell kostet das Semesterticket 106,62 Euro. Dazu kommen 44 Euro für das NRW-Ticket. Das erscheint sehr günstig. Der niedrige Preis wird durch das Solidaritätsprinzip ermöglicht. Jeder Student im Einzugsgebiet muss den Mobilitätsbeitrag von 150 Euro zahlen. Unabhängig davon, ob oder wie viel dieser mit Bus und Bahn fährt. Bei 190.000 Studenten, die alle das Ticket erwerben müssen, würde das eine Jahresmehreinnahme von 18 Millionen Euro bedeuten. Im Internet werden derzeit Befürchtungen laut, der VRR könnte einen Präzedenzfall für weitere Preiserhöhungen schaffen.

„Tatsächlich halten wir die als Grund genannten Fahrgastzählungen für nicht repräsentativ“, sagt Christian Volmering, vom Asta der RUB. In einem öffentlichen Brief fordern die Asten nun unter anderem eine unabhängige Erhebung. Der VRR teilt erneut auf Facebook mit: „Die Datengrundlage wurde von den Studentenvertretern mehrfach hinterfragt. Den Vertretern wurde die Gelegenheit eingeräumt Akteneinsicht zu nehmen.“ Am Freitag, 27. September, wollen Asta-Vertreter und Studenten der betroffenen Universitäten in Duisburg gegen die Preiserhöhung demonstrieren. Das Datum ist nicht willkürlich gewählt. An diesem Tag will der Verwaltungsrat die Entscheidung zur Weiterentwicklung des Semestertickets fällen.