Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Facebook verschärft Vorgaben für Werbung

Menlo Park. Anzeigen von russischen Propaganda-Organisationen im US-Wahlkampf, diskriminierende Werbung bei Wohnungsanzeigen: Die Werbe-Plattform von Facebook steht in der Kritik. Nun gelobt Facebook Besserung und verspricht den Anwendern: „Wir verkaufen keine Daten von dir“.

Facebook verschärft Vorgaben für Werbung

Facebook reagiert mit der Verschärfung der Werberichtlinien auf scharfe öffentliche Kritik. Foto: Arno Burgi/Illustration

Facebook will sein Werbesystem reformieren, um künftig die Anwender besser vor Diffamierung, Betrug und Spam zu schützen.

Das kündigte am Dienstag Facebook-Manager Rob Goldman an. Schon jetzt seien in den Gemeinschaftsstandards Hassrede, Beleidigungen, Einschüchterung und sonstiges verletzendes Verhalten verboten. Facebook werde viele „Werbeanzeigen proaktiv mit automatisierten und manuellen Tools“ überprüfen. Außerdem werde Facebook aktiv, „wenn Nutzer Anzeigen verbergen, blockieren oder als beleidigend oder anstößig markieren“. Ziel sei es, „jegliche Inhalte zu entfernen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen – ohne dabei die öffentliche Debatte zu zensieren“.

Das weltgrößte soziale Netzwerk reagiert mit der Verschärfung der Werberichtlinien auf scharfe öffentliche Kritik. Zum einen steht Facebook unter Beschuss, weil russische Propaganda-Organisationen sich mit Werbeanzeigen in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 einmischen konnten. Außerdem wird Facebook vorgeworfen, immer wieder diskriminierende Anzeigen zu akzeptieren. Zuletzt hatte „ProPublica“ herausgefunden, dass auf der Plattform Anzeigen geschaltet werden können, die bestimmte Bevölkerungsgruppen ausschließen. Die Organisation hatte Dutzende US-Wohnungsinserate bei Facebook in Auftrag gegeben, die bestimmten Nutzern nicht gezeigt werden sollten - beispielsweise Afroamerikanern, Juden oder Menschen, die sich für Rollstuhlrampen interessieren. In den USA ist diskriminierende Werbung in den Bereichen Kredit-, Wohnungs- und Stellenmarkt illegal.

Facebook räumte ein, man habe mit der Annahme der Anzeigen gegen die eigenen Richtlinien verstoßen. „Es handelte sich um einen Fehler bei der Umsetzung und wir sind enttäuscht darüber, dass wir unsere Vorgaben nicht erreichen konnten.“

Um die Ziele künftig besser zu erreichen, will Facebook künstliche Intelligenz und Maschinenlernen „in einem Maßstab einsetzen, der einzigartig für die digitale Werbebranche“ sei.

In dem Blog-Eintrag trat Goldman auch der gängigen Einschätzung entgegen, Facebook gebe persönliche Daten der Nutzer an Dritte weiter. „Wir verkaufen keine persönlichen Informationen wie Namen, Facebook-Beiträge (Fotos, Videos, etc.), E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. An niemanden.“ Datenschutz sei zentraler Bestandteil bei der Entwicklung der Facebook-Werbesysteme. So können man den Anwendern relevante und nützliche Werbung zeigen, ohne dass die Werbekunden etwas über die Nutzer erfahren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Netzwelt

„Angry Birds“-Firma Rovio verliert Hälfte des Börsenwerts

Halsinki. Die Firma hinter dem Smartphone-Spiel „Angry Birds“ hat auf einen Schlag rund die Hälfte ihres Börsenwerts verloren, weil die Prognose für das laufende Jahr die Investoren enttäuschte.mehr...

Netzwelt

Deutschlands Datenautobahnen: Die schwierige „letzte Meile“

Bonn/Düsseldorf. Wie schnell ist das Internet? Diese Frage dürfte in Deutschland je nach Standort unterschiedlich beantwortet werden. Die Anbieter machen nach eigenem Bekunden zwar Tempo beim Breitbandausbau. Dabei haben sie aber eine ganz unterschiedliche Auffassung, was schnell bedeutet.mehr...

Netzwelt

Bitkom: 30-Milliarden-Markt rund um das Smartphone

Berlin. Das Smartphone hat um sich herum ein erfolgreiches Ökosystem entstehen lassen. Anbieter von Apps, mobilen Diensten oder Telekom-Provider profitieren von dem Markt. Weltweit gehen allerdings die Verkaufszahlen erstmals zurück.mehr...

Netzwelt

Finanzspritze für WhatsApp-Verschlüsselung

San Francisco. Das Verschlüsselungs-Protokoll des Messengers Signal gilt als extrem sicher und wird auch von WhatsApp und Facebook eingesetzt. Das Start-up dahinter bekommt jetzt erstmals eine kräftige Finanzspritze.mehr...

Netzwelt

Vodafone will flächendeckendes Maschinennetz ausbauen

Düsseldorf. Vodafone will ein Maschinennetz für das Internet der Dinge flächendeckend in Deutschland aufbauen. Rund 90 Prozent des LTE-Netzes würden dafür bis September mit dem sogenannten Narrowband aufgerüstet, kündigte das Unternehmen an.mehr...

Netzwelt

Twitter sperrt tausende verdächtige Accounts

San Francisco. Twitter steht zusammen mit Facebook im Zentrum der Ermittlungen der US-Justiz zu einer möglichen Manipulation der US-Präsidentschaftswahl durch russische Internet-Trolle. Nun räumt der Kurznachrichtendienst offenbar vor der eigenen Haustür auf.mehr...