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Fackelschein beim Waldgottesdienst

ANNEN Ganz Abseits des städtischen Trubels suchten in der Heligen Nacht wieder viele Gläubige die Nähe zur Natur. Auf dem Kahlen Plack, dem Festplatz auf dem Hüllberg im Annener Herrenholz, feierten sie die Waldweihnacht.

von Von Martin Schreckenschläger

, 26.12.2007
Fackelschein beim Waldgottesdienst

Die vielen Fackeln sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.

Horst Fromm vom CVJM Anger erinnert sich genau, wie 1977 mit nicht einmal 100 Besuchern diese alte Tradition neu belebt wurde: "Fünf Menschen der ersten Stunde sind heute noch dabei, haben keine Waldweihnacht in 30 Jahren verpasst".

Aus allen Richtungen strömten auch diesmal wieder die Leute heran, entzündeten Fackeln, scharten sich im Kreis vor Lichtkreuz und Posaunenchor. Gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kreuzgemeinde ist der CVJM Anger Ausrichter dieses besinnlichen Gottesdienstes unter freiem Himmel, abseits des städtischen Treibens.

Ergriffenheit bei der Predigt

Geschätzte 600 Besucher fanden sich ein, sangen traditionsreiche Weihnachtslieder wie "Tochter Zion" oder "Es ist ein Ros' entsprungen", lauschten der Weihnachtsgeschichte, den Lesungen der Sprecher aus den Reihen der Kreuzgemeinde. Alt und Jung, kleine Kinder mit lodernden Fackeln, standen mucksmäuschenstill, ergriffen von den Worten des Gastpredigers. In diesem Jahr war Carsten Voß von der Duisburger Auferstehungsgemeinde der Einladung gefolgt. Seine Gemeinde gehört wie die Kreuzgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Selbst die vielen Hunde standen brav bei ihren Herrchen, gaben während Predigt und Gebet keinen Laut von sich.

Fackeln erhellten die Nacht

Unter der Leitung von Barbara Schorling hatten sich knapp 20 Bläser von CVJM und Kreuzgemeinde zusammengefunden. Ihr Vorspiel rief zum Beginn der geistlichen Feierstunde, begleitete die Lieder der Besucher. Der Chor der Kreuzgemeinde verteilte sich in der Menge und unterstützte den Gesang, ohne gesondert in Erscheinung zu treten. Es waren nicht nur engagierte Gemeindemitglieder gekommen. Dichte Reihen bildeten sich, doch viele hielten sich auch abseits, suchten die Nähe der Bäume. Ständig tauchten noch Nachzügler auf, kamen bis zuletzt mit Fackeln aus dem Wald heraus.

Mit "Oh du fröhliche" endete die Zusammenkunft, leise und friedvoll ging die große Besucherschar auseinander. Auch nächstes Jahr soll es wieder eine Waldweihnacht geben.