Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Falsche Gratis-Angebote: Forderung oft unberechtigt

Kehl (dpa/tmn) Wer für ein vermeintliches Gratis-Angebot im Netz plötzlich zahlen soll, muss sich selten um sein Geld sorgen. Immer wieder stellen unseriöse Anbieter solche Forderungen - und berufen sich etwa auf Preishinweise, die irgendwo auf ihrer Website versteckt sind.

Diese Forderungen seien in den meisten Fällen unberechtigt, so die eCommerce-Verbindungsstelle der Organisation Euro-Info-Verbraucher aus Kehl in Baden-Württemberg.

Schon zwei Gerichte hätten geurteilt, ein versteckter Preishinweis könne unwirksam sein, wenn naheliegend ist, dass er dem Verbraucher bewusst vorenthalten wurde (Amtsgericht München, Az.: 161 C 23695/06; Amtsgericht Hamm, Az.: 17 C 62/08). Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass künftig ein Gericht anders entscheidet.

Trotzdem sollten Verbraucher, der von Gratisangeboten ausgegangen sind, gegenüber den Anbietern unter Hinweis auf die beiden Urteile den Vertragsschluss bestreiten. Notfalls fordern sie die Anbieter auf, diesen zu beweisen. Umgekehrt ist der Verbraucher nicht in der Pflicht, einen Beweis zu erbringen. Besteht das Recht auf Widerruf, sollte davon zusätzlich gebraucht gemacht werden.

Ein neues Merkblatt von Euro-Info-Verbraucher dreht sich um Online-Abo-Fallen wie diese. Zu finden ist es auf der Webseite «ecom-stelle.de» unter der Rubrik «Vorsicht Falle!».

Merkblätter von Euro-Info-Verbraucher: www.ecom-stelle.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

BGH bestätigt Verbot von Zigarettenwerbung im Internet

Karlsruhe/Landshut (dpa) Attraktive Menschen rauchend - das darf nicht auf's Foto einer Firmen-Homepage. Laut BGH verstößt es gegen das Tabakwerbeverbot. Die unterlegene Firma bedauert das: Tabak sei schließlich ein legales Konsumprodukt.mehr...

Wirtschaft

Kekse, Autos, Urnen: Das Internet der Individualisierung

Brilon (dpa) Wem die Mettwurst-Auswahl im Supermarktregal oder die Farben der Sneaker im Schuhgeschäft nicht zusagen, der macht sie sich selbst. Im Internet gibt es dafür massenhaft Webseiten. Kunden bietet das passgenaue Angebote - wenn sie den Überblick behalten.mehr...

Wirtschaft

Persönlich oder online: So beantragt man ein Führungszeugnis

Hamburg (dpa/tmn) Ein Führungszeugnis kann auf vielen Ebenen nützlich sein: beim Sportverein, bei Organisationen oder auch für den Arbeitgeber. Doch wie gelange ich eigentlich zu einem solchen Nachweis?mehr...

Wirtschaft

"Billy"-Monteur könnte bald online gebucht werden

San Francisco (dpa) Ikea-Möbel werden den Ruf nicht los, sie seien schwer zusammenzubauen. Der Konzern kauft jetzt eine Online-Plattform mit Leuten, die bereit sind, das für einen zu erledigen. Das Start-up TaskRabbit ist bisher allerdings nur in den USA und London aktiv.mehr...

Wirtschaft

H&M mit Gewinnrückgang

Stockholm (dpa) Der wachsende Bestellboom über das Internet und die stärker werdende Konkurrenz bringen den schwedischen Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) in Bedrängnis.mehr...

Wirtschaft

Der Supermarkt wird 60

Köln (dpa) Im September 1957 eröffnete in Köln der erste Supermarkt Deutschlands. Sechs Jahrzehnte später steht das Geschäftsmodell vor Problemen. Um gegen das Internet und die Discounter bestehen zu können, müssen sich die Betreiber neu erfinden.mehr...