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"Familien" haben Vorrang

BOCHUM Wer die Wahl hat, hat die Qual - wenn es um das "Konzept Ruhr" geht. Der Wirtschaftsausschuss hat am Dienstag die Entscheidung über die Projekte dem Hauptausschuss überlassen.

von von Joachim Stöwer

, 12.08.2008

Insgesamt 45 Ideen zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr haben die Stadtplaner vorgelegt. Keine Diskussion gibt es darüber, dass drei Projekt-"Familien" auf der Liste der Förderanträge ganz oben stehen werden: die Weiterentwicklung der City (u.a. Platz des Europäischen Versprechens", Wasserläufe, Kunstlichttore) der Innenstadt West (u.a. Stadtumbau, Parkhaus, grüner Rahmen) und des Viktoriaquartiers.

"Einige Planungen sind ja schon angelaufen", verweist Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch auf den Ausbau des Westparks und die Pläne für den Katholikentagsbahnhof - letzteres "wird eines der wichtigsten Entwicklungsprojekte der nächsten Jahre sein", sieht Kratzsch auch die Bedeutung des Kulturzentrums für die Kulturhauptstadt 2010 und seine enge Verknüpfung mit den beiden anderen Familien.

Die Liste ist lang, und nicht alles wird finanzierbar sein. 20 bis 30 Mio. Euro sind als Fördermittel vom Land avisiert. Es geht aber auch um die Finanzierung der Eigenanteile der Stadt und der Folge- bzw. Betriebskosten.

25 Projekte gemeldet

Von der 45 Punkte umfassenden Liste sind dem Land bereits 25 Projekte gemeldet. Der Wirtschaftsausschuss, der vor allem die Förderung der heimischen Wirtschaft im Auge haben muss, wie Vorsitzender Roland Mitschkle betont, sollte sich deshalb vor allem für die Entwicklung des Gewerbeparks Gerthe-Süd (ehem. BOGESTRA-Betriebshof) stark machen. Die Konzeptidee, das Handwerks-Servicezentrum mit Geothermie zu verknüpfen, ist in Düsseldorf allerdings gescheitert.

Wegen der vielen Verhandlungs- und Mitsprachepartner auf Ministerebene sieht der Stadtbaurat denn auch die Notwendigkeit, möglichst viele Planungen simultan laufen zu lassen, damit am Ende bei einigen Projekten Förderung und Finanzierbarkeit sich ergänzen - "es macht keinen Sinn in einer Großstadt wie Bochum immer nur ein paar Projekte in Angriff zu nehmen."